„Augen auf den Diabetes“: Weltdiabetestag 2016

Hagen. (Red./tau) Der Weltdiabetestag wird seit 1991 als ein
Tag der Internationalen Diabetes-Föderation (International Diabetes Federation,
IDF) und der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization, WHO)
durchgeführt. Man hat den 14. November ausgewählt, da an diesem Tag Frederick G.
Banting geboren wurde, der gemeinsam mit Charles Herbert Best 1921 das
lebenswichtige Insulin entdeckte.
Seit 2007 ist der Weltdiabetestag ein offizieller Tag der Vereinten Nationen
(UN).
Motto für 2016
Das Hauptthema im Jahr 2016 wird sein: „Augen auf den Diabetes.“ Ziel ist es,
die Diagnostik sicherzustellen, damit der Typ-2-Diabetes frühzeitig erkannt
wird. Grob sagt man, Typ-2-Diabetes wird rund zehn Jahre zu spät erkannt. Durch
eine frühe Erkennung der Krankheit kann man Folgeschäden leichter vorbeugen.

Bis zu 70 Prozent der Typ-2-Diabetes-Erkankungen können mit einem
verbesserten Lebensstil verhindert oder verzögert werden. Bei jedem zweiten
Menschen mit Diabetes wird die Krankheit nicht erkannt.
In vielen Ländern ist Diabetes der Hauptgrund für Blindheit, Herz- und
Gefäß-Erkrankungen, Nierenschäden und Beinamputationen. 415 Millionen Erwachsene
lebten 2015 mit Diabetes. Die Anzahl wird bis 2040 auf schätzungsweise 642
Millionen ansteigen.
Diabetes mellitus Typ 2
Diabetes Typ 2 tritt meist nach dem 40. Lebensjahr auf. Hierbei besteht ein
„relativer Insulinmangel“. Die Bauchspeicheldrüse produziert zwar Insulin, aber
die Körperzellen verlieren ihre Empfindlichkeit für das Hormon und/oder die
Ausschüttung des Insulins aus den Zellen der Bauchspeicheldrüse ist gestört. Die
Bauchspeicheldrüse versucht dies auszugleichen, indem sie immer mehr Insulin
ausschüttet. Doch trotz eines erhöhten Insulinspiegels gelangt immer weniger
Zucker in die Körperzellen.
(Infos: weltdiabetestag.de u.a.)