Austritte

Hagen. (anna, 21.04.10) Bundesweit mehren sich die Kirchenaustritte. Die katholische Kirche befürchtet gar das Allerschlimmste. Große Sorgen machen sich die Geistlichen insbesondere aufgrund der nicht abreißenden Meldungen im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch. So könnte es dieses Jahr bei den Austritten noch schlimmer werden als 2009 – dem bisherigen Rekordjahr.

Für die Erzdiözese Paderborn liegen zwar noch keine Quartalszahlen vor, aber die katholische Geistlichkeit rechnet auch in dieser Region mit einem erheblichen Anstieg. In Hagen zeigt sich dieser Trend ebenfalls, aber in einem eher bescheideneren Ausmaß. Das heißt: Die Austrittszahlen erhöhten sich an der Volme nur leicht. Machten sich im letzten Jahr 502 Hagener auf den Weg zum Amtsgericht (also durchschnittlich 125 pro Quartal), waren es im ersten Quartal des neuen Jahres 145 (72 katholische und immerhin 73 evangelische) Christen, die sich aus der „Amtskirche“ verabschiedet haben.