Azubis benötigen keine Lohnsteuerkarte

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Hagen. Die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) weist darauf hin, dass es für junge Leute, die im Sommer 2011 mit der Ausbildung beginnen, eine vereinfachte Lohnsteuerkartenregelung gibt. Ledige Auszubildende ohne Kinder müssen ihrem Arbeitgeber bestätigen, dass es sich um ihr erstes Dienstverhältnis handelt. Außerdem sind die elfstellige Identifikationsnummer (IdNr), das Geburtsdatum und die Religionszugehörigkeit anzugeben. Der Arbeitgeber kann die Steuerklasse I unterstellen und die entsprechend berechnete Lohnsteuer an das Finanzamt abführen. Die Erklärung des Auszubildenden dient als Beleg. Auszubildende, die verheiratet sind bzw. Kinder haben, müssen beim Finanzamt eine Ersatzbescheinigung beantragen und diese ihrem Arbeitgeber vorlegen.

Die bisherige Lohnsteuerkarte aus Papier wurde letztmalig für das Jahr 2010 hergestellt. Ab dem Jahr 2012 werden dann die Informationen in einer Datenbank der Finanzverwaltung hinterlegt und dem Arbeitgeber elektronisch bereitgestellt.

Die Identifikationsnummer wurde 2008 vom Bundeszentralamt für Steuern flächendeckend mitgeteilt. Wer seine IdNr nicht mehr findet, hat die Möglichkeit, diese über das Eingabeformular des Bundeszentralamts für Steuern erneut anzufordern.

Umfangreiche Informationen zur Einführung der elektronischen Lohnsteuerkarte gibt es im Internet unter www.elster.de.