Bald Ruhe auf der B7

Hagen. Wehringhausen verändert sein Gesicht. Jedenfalls im Bereich der B7 und der Weidestraße. Der erste Bauabschnitt der Bahnhofshinterfahrung ist für den Stadtteil prägend. Bereits seit einem Jahr sorgt die beauftragte Baufirma Strabag mit schwerem Gerät zwischen Ennepe und B7 dafür, dass der Straßenbau zügig voranschreitet.

Nach Abriss, Geländesanierung und Renaturierung der Ennepe wurden ein Landschaftsbauwerk mit 10.000 Kubikmeter Erdreich modelliert und begrünt, eine Brücke über die Ennepe gebaut und Lärmschutzwände errichtet. Der neue Straßenverlauf ist ebenfalls bereits in Form einer asphaltierten Trasse zu erkennen.

„Wir liegen mit den Arbeiten sehr gut im Plan“, weiß Guido Rose, der als Bauleiter für den Wirtschaftsbetrieb Hagen die Bauarbeiten koordiniert. Mit Blick auf den aktuellen Bauzeitenplan erläutert der Fachmann, was bis Ende des Jahres und darüber hinaus noch geleistet werden muss, damit der erste Teilabschnitt eingeweiht werden kann.

Während die Bauarbeiter bislang ungestört vom fließenden Verkehr zwischen Hagen und Haspe an die Arbeit gehen konnten, werden jetzt als nächstes die Anbindungen an die alte B7 in Angriff genommen. Zunächst einmal, so erläutert Rose, werde der ehemalige Parkplatz der Firma Hawker an der Dieckstraße freigeräumt und für den Straßenbau vorbereitet. „Wir haben schon bei der Planung darauf geachtet, möglichst viele Bäume zu erhalten. Aber es müssen leider auch Platanen gefällt werden.“ Denn genau in Höhe des Parkplatzes wird die neue Bahnhofshinterfahrung an die alte Bundesstraße angebunden. Entlang der neuen 600-Meter-Trasse und der 300 Meter langen Anbindung an den Kuhlerkamp werden im kommenden Frühjahr 40 neue Bäume gepflanzt.

Ein Freudenmonat für Wehringhausen

„Verkehrsbehinderungen wird es zunächst nicht geben, weil wir den Bereich erst einmal halbseitig auf dem Parkplatzgelände ausbauen. Erst im Sommer schwenken wir mit dem Ausbau auf die andere Straßenseite. Dann soll der Verkehr aber schon über die neue Trasse laufen“, so Rose. Für die Wehringhausener, die rund um den Bodelschwinghplatz zu Hause sind, dürfte der August ganz sicher ein Freudenmonat werden. Denn zu diesem Zeitpunkt, so sieht es der Bauzeitenplan vor, wird die alte B7 abgebunden und verkehrsberuhigt.

Während die Knotenpunkte an der Dieck- und Weidestraße ausgebaut, ein riesiges Regenüberlaufbecken in die alte B7 eingebaut und die neue Straße komplett hergerichtet werden, muss entlang der Ennepe eine Winkelstützmauer errichtet werden. Auch die Anbindung des Kuhlerkamp über die neue Brücke und den angelegten Kreisverkehr wird in den kommenden Monaten vorangetrieben. Dazu wird ein Teil des Bunkers auf der westlichen Seite des Flusses abgerissen, außerdem wird die Kuhlestraße ausgebaut. Über diesen neuen Straßenabschnitt soll der Verkehr ebenfalls noch in diesem Jahr rollen können. Denn erst dann können die Weidestraße zurückgebaut und die alte Brücke abgerissen werden. Neue Versorgungsleitungen und Kanäle sind in diesem Bereich ins Erdreich zu verlegen.

Über die Ennepe und die Volme

Die Zeit drängt, denn bereits im Herbst, so Rose, konzentriere sich der Weiterbau der Bahnhofshinterfahrung in Richtung Bahnhof. Die von der Stadt erworbenen Gebäude an der Weidestraße werden abgerissen und machen so Platz für den 2. Bauabschnitt. Hagens größtes Straßenbauprojekt, für das rund 65 Millionen Euro veranschlagt wurden, soll dort die Ennepe überqueren und entlang der alten Bahntrasse vorangetrieben werden. In Höhe der Plessenstraße muss schließlich eine weitere Brücke über die Volme errichtet werden.

Der dritte Bauabschnitt zwischen Volmebrücke und der Anbindung an die Eckeseyer Straße soll Ende 2019 fertiggestellt sein. Doch bis dahin, so Guido Rose, müsse noch so mancher Bauzeitenplan aufgestellt werden