Bei Bernadette Spyrka knallt’s

Haspe. (anna) Bernadette Spyrka aus der Höxterstraße 57 in Haspe möchte endlich mal wieder in Ruhe durchschlafen. Für die 45-Jährige, die in der Pflege arbeitet, ist es normal, dass sie oft in der Woche um 5 Uhr in der Frühe aufstehen muss. Wie sie erzählt, werde ihr das Durchschlafen seit Jahren verwehrt, denn seltsame Geräusche suchen ihr kleines Einfamilienhaus am Tücking heim.

Seit Jahren leidet die 45-jährige Bernadette Spyrka in ihrem Häuschen in der Höxterstraße unter unregelmäßigen Knallgeräuschen, vor allem nachts. Bisher konnte die Altenpflegerin nicht ermitteln, wo sich die Lärmquelle befindet. (Foto: Anna Linne)

Seit vielen Jahren leidet die Altenpflegerin unter Knallgeräuschen in unterschiedlichster Lautstärke. „Egal, ob tagsüber oder nachts, es knallt“, berichtet Bernadette Spyrka, die schier verzweifelt. „Wenn ich vom Spätdienst nach Hause komme, bin ich kaputt wie ein Hund“, beschreibt sie ihre Situation. „Kaum eingeschlafen, werde ich nachts um 1 Uhr vom lauten Knallen aufgeweckt. Und so geht das tagein, tagaus. Ich kann den Lärm einfach nicht mehr ertragen und die Ursachenforschung hat bisher leider nichts ergeben.“

Woher?

„Meine direkten Nachbarn, die das Knallen in unserer engen Siedlung auch hören, haben mich schon des Lärms verdächtigt“, beklagt sich die 45-Jährige, die seit 13 Jahren in dem kleinen Haus lebt und eigentlich nur ihre Ruhe haben möchte.

Und tatsächlich ist eine Lärmquelle in der dicht bebauten Siedlung am Rande des riesigen Mietkomplexes der GWG kaum auszumachen. „Sie kann aus allen Himmelrichtungen kommen, überall sind Häuser, überall leben Menschen, die den Krach verursachen könnten“, weiß Bernadette Spyrka.

Schon im Sommer 2007 wandte sich die Altenpflegerin in ihrer Not an den Architekten der Siedlung und den Verein Haus und Grund. Doch keiner konnte ihr helfen.

Keine Einbildung

„Ich glaube, dass alle mich für spinnert hielten“, meint Spyrka, „aber ich spinne nicht, ich bilde mir das alles nicht ein, ich leide unter dem schrecklichen, immer wiederkehrenden Geknalle.“

Mit einem befreundeten Nachbarehepaar, das in der vierten Etage des GWG-Wohnkomplexes lebt, bespricht Bernadette Spyrka ihre Probleme. Auch das Ehepaar hört hier und da ein Knallen, aber nicht so durchdringend wie die Beschwerdeführerin. Die Eheleute bestätigten dem wochenkurier, dass sie schon mehrfach – so auch morgens gegen 5 Uhr – lautes Knallen aus der „Gegend“ des Spyrka-Hauses vernommen hätten: „Als würden zwei Metallteile aufeinander gehauen.“

Bernadette Spyrka ist froh, eine Zeugin zu haben: „Im Sommer saß diese Nachbarin bei mir auf der Terrasse, als es mal wieder fürchterlich zu lärmen begann. Es war so laut, dass meine Nachbarin zusammenzuckte und sich die Ohren zuhielt. Sie bestätigte mir, dass dieser Lärm unerträglich sei.“

Alle möglichen Ursachen für diese Geräusche hat die 45-Jährige schon untersucht, hat mit Hausmeistern gesprochen und Nachbarn befragt. Jetzt weiß sie einfach nicht mehr weiter. „Wie könnte man feststellen, woher die Geräusche rühren?“, fragt Bernadette Spyrka. Vielleicht weiß ein Leser eine Antwort…