Berufsfelderkundung: Letztmalig in diesem Jahr

In allen Städten des Ennepe-Ruhr-Kreises wurde und wird für die Berufsfelderkundungstage geworben. In Hattingen präsentierten das Werbebanner: Georg Plaßmann (Wirtschaftsförderung Hattingen), Katja Kamlage (Wirtschaftsförderung Ennepe-Ruhr), Katrin Krinke (Ortho-Mobile), Michael Orzesek (Steuerberatungskanzlei Orzesek und Orzesek), Rebecca Cisnik, André Schrowe (Finanzamt Hattingen), Bürgermeister Dirk Glaser, Ana-Maria Tica (Bismarck-Apotheke Hattingen), und Heinz Bruns (Haus Kemnade). (Foto: Stadt Hattingen)

EN-Kreis/Hagen. Schülerinnen und Schüler der achten Klassen der allgemeinbildenden Schulen im Ennepe-Ruhr-Kreis nutzen vom 2. bis 6. Juli die Gelegenheit, an eintägigen Schnupperpraktika in heimischen Betrieben teilzunehmen. Es gibt noch freie Plätze. Unternehmen sollte wissen: Auch kurzentschlossen haben sie die Chance noch dabei zu sein.

Die Berufsfelderkundungstage – so der Titel des Angebotes – gibt es seit knapp vier Jahren. Sie helfen den Schülern, erste Einblicke in Tätigkeiten zu gewinnen, den Alltag in Betrieben kennen zu lernen und ihre Berufswahl bewusster treffen zu können.

„Die Teilnehmer sind idealerweise an drei Tagen für je sechs Stunden in drei verschiedenen Unternehmen zu Gast“, erläutert Benedict Pavelka von der agentur mark. Er betreut das Angebot im Ennepe-Ruhr-Kreis.

Besser gut vorbereitet

Anfang Juli gilt wie bereits im Februar und April: Industrie- und Handwerk, Pflegeeinrichtungen und Verwaltungen, Weltmarktführer, Klein- und Mittelbetriebe öffnen ihre Produktionshallen, Werkstätten und Büros für die Schüler. Um nicht fehl am Platz zu sein, haben die möglichen Auszubildenden von morgen vor dem Passieren des Werkstores oder dem Platznehmen am Schreibtisch eine Potentialanalyse gemacht. „Durch das Erledigen praxisorientierter Aufgaben erhielten die Achtklässler Hinweise auf Neigungen und Stärken in den Bereichen Teamgeist, motorisches Geschick, Ausdauer, Konzentration und Kommunikation. Die Ergebnisse helfen ihnen, sich klarer darüber zu werden, in welche Richtung der berufliche Werdegang gehen könnte“, so Pavelka.

Damit Schüler und Unternehmen im Ennepe-Ruhr-Kreis und in Hagen zusammenfinden, setzt die Agentur Mark neben dem Engagement der Schulen auf die Internetseite www.berufsfelderkundung-ha-en.de. Dort stellen aktuell 320 Firmen 2.200 Plätze zur Verfügung. 2.800 Schüler haben Wahl. „Unternehmen sollten das Portal nutzen, um mit wenig Aufwand auf sich als Ausbildungsbetrieb aufmerksam zu machen und Kontakt zu potenziellen Nachwuchskräften aufzubauen“, wirbt Pavelka. Das Dabeisein sei mit wenigen Klicks erledigt.

Klicks, die lohnen

Klicks, die lohnen. Beispielhaft heißt es aus der Hattinger Steuerberatungskanzlei Orzesek: „Wir haben bisher wirklich gute Erfahrungen mit den Berufsfelderkundungen gemacht. Das Portal ist für uns eine nützliche Sache.“

Wenn die Berufsfelderkundungstage am 6. Juli für dieses Jahr abgeschlossen sind, werden daran im Ennepe-Ruhr-Kreis mehr als 2.600 Schüler von 31 teilnehmenden Schulen teilgenommen haben. Sie profitierten von rund 8.000 „Tagesplätzen“, die Unternehmen ihnen zur Verfügung stellten.

Neuauflage in Arbeit

An der Neuauflage für 2019 wird bereits gearbeitet. Aus guten Gründen, denn immer mehr junge Leute gehen nach der Schule zunächst an die Uni. Hier wollen die Berufsfelderkundungstage gegensteuern und Betrieben helfen, Talente zu finden, zu begeistern und zu Fachkräften auszubilden.

Schülerbetriebspraktikum

Die Berufsfelderkundungstage in Klasse 8 sind ein Baustein des NRW-weiten Projektes „Kein Abschluss ohne Anschluss“. Sie finden vor dem Schülerbetriebspraktikum statt. Dieses ist in der Regel zwei- bis dreiwöchig und wird in der Klasse 9 oder 10 durchgeführt.

Im Vergleich zu den Berufsfelderkundungstagen lernen die Schüler die Berufs- und Arbeitswelt, betriebliche Anforderungen und den praxisorientierten Einsatz eigener Fähigkeiten dann über einen längeren Zeitraum kennen. Nicht selten hat dabei in den letzten Jahren ein Berufsfelderkundungstag die Wahl dieser mehrwöchigen Praktikumsstelle erheblich vereinfacht.