„Betty-Brandt-Weg“

Haspe. (ME) Die Bezirksvertretung Haspe tagte jetzt zum letzten Mal vor der Sommerpause. Am Donnerstag, 7. Juli, trat das Gremium zur öffentlichen Sitzung um 15 Uhr im Christian-Rohlfs-Gymnasium zusammen. Eine überaus lange Tagesordnung war zu bewältigen. Aus der Fülle der zu bewältigenden Punkte bringen wir hier einen kleinen Querschnitt:

Schievelbusch)

Zunächst führte Bezirksbürgermeister Dietmar Thieser ein neues Mitglied der Bezirksvertretung Haspe, Fredi Rissmann, in sein Amt ein. Als nächstes begrüßte Thieser den neuen Pastor Ansgar Schocke und bat ihn, sich der Bezirksvertretung Haspe vorzustellen. Danach hieß der Bezirksbürgermeister einen weiteren Gast willkommen: Michael Ellinghaus von der Hagenagentur. Ellinghaus erläuterte anhand einer Power-Point-Präsentation, welche Aufgabengebiete die Hagenagentur in den Bereichen der Wirtschaftsförderung, des Stadtmarketings und des Tourismus seit dem 1. Januar betreut.

Hüttenplatz: 2012

Im weiteren Verlauf der Sitzung standen zunächst mehrere Aspekte im Zusammenhang mit der Hagener Straßenbahn an. Insbesondere wurde über die Streckenführung auf dem Spielbrink und über die Haltestelle Hüttenplatz diskutiert. Während das Thema „Spielbrink“ schlussendlich noch einmal vertagt werden musste, wurde für den Hüttenplatz einstimmig der behindertengerechte Ausbau beschlossen. Als Investitionsmaßnahme muss die Planung für das nächste Jahr beantragt werden, damit mit der Neubaumaßnahme 2012 begonnen werden kann.

Rolandshöhe

Auf Vorschlag der CDU-Fraktion setzte sich die Bezirksvertretung Haspe anschließend mit der „Bebauung Rolandshöhe“ auseinander. So wollte Gerhard Romberg wissen, wann mit der Fertigstellung dieser Erschließungsmaßnahme zu rechnen sei und wer dafür verantwortlich ist. Jörg Winkler vom städtischen Fachbereich für Planen und Bauen erläuterte, dass die Baustraße zum Baugebiet bereits im Jahr 2005 hergestellt wurde, der Endausbau der Verkehrsflächen ursprünglich im Jahre 2010 erfolgen sollte. Wegen Rückstellungsmaßnahmen (Erneuerungsarbeiten von Fahrbahnstrecken) wurde das Personal auf Beschluss des Verwaltungsvorstandes jedoch so gebunden, dass einige andere Baumaßnahmen ins Jahr 2012 verschoben werden mussten.

Nun sei vorgesehen, die Ausschreibung für den Endausbau der Rolandshöhe zum Jahreswechsel 2011/2012 zu erarbeiten, um im Frühjahr 2012 mit der Realisierung beginnen zu können.

Kein Tempo 30

Danach ging es um einen Bürgerantrag zur Geschwindigkeitsbegrenzung im Bereich der Unteren Tückingstraße. Zunächst erläuterte Hans Sporkert (Stadt Hagen), dass die Auswertung der Geschwindigkeitsmessungen keine Einrichtung einer 30-km/h-Zone begründe und schlug vor, den Bürgerantrag abzulehnen. Heike Bremser (CDU) erkannte hingegen ein Gefahrenpotenzial und bat, dort zumindest verstärkt Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen. Dieser Vorschlag wurde dann auch einstimmig beschlossen.

Linde soll bleiben

Die geplanten Gehölzfällungen im Bereich Oedenburgstraße aufgrund der beabsichtigten „Aufweitung der Gewässerverrohrung“ standen als einer der nächsten Punkte auf der Tagesordnung. Jörg Hösker (SEH) erklärte die Baumaßnahme, welche im Rahmen des Sanierungskonzeptes in dem genannten Bereich durchgeführt werden muss und begründete die Vorlage sowie die geplanten Gehölzfällungen. Frank Bradenbrink (SPD) bat daraufhin, die alte Linde vor den Garagen am Fußweg zum Krankenhaus und möglichst auch die Weißdornhecken zu erhalten.

Die BV Haspe beschloss einstimmig, die vorgeschlagene „Aufweitung der Gewässerverrohrung in offener Bauweise“ abzusegnen – unter Berücksichtigung folgender Punkte: „1. Die Linde vor den Garagen am Fußweg zum Krankenhaus steht abseits jeglicher Verrohrungen und ist zu erhalten. Hier soll zur Klärung ein Ortstermin mit der SEH stattfinden. 2. Die Weißdornhecken entlang der Oedenburgstraße sind auch bei offener Bauweise zu schützen und zu erhalten, da sie einen wertvollen Landschaftsanteil darstellen und als Nistplätze für zahlreiche Vogelarten dienen. 3. Dem Standort für die Ersatzpflanzungen ’Grünzug Kückelhausen’ wird nicht zugestimmt. Hier ist ein Standort zu wählen, der näher am Ort der Fällungen liegt.“

Rehstraße

Auch der Ausbau der Südumgehung Haspe (4. Bauabschnitt: Rehstraße) beschäftigte die Bezirksvertreter. Jörg Winkler (Stadt Hagen) erläuterte den Sachstand anhand eines mitgebrachten Planes. Anschließend hat die BV die Planungen einstimmig durchgewunken.

Betty-Brandt-Weg

Sodann beschloss die Bezirksvertretung Haspe ebenfalls einstimmig, die neue, zur Harkortstraße nordöstlich parallel verlaufende Straße fortan „Betty-Brandt-Weg“ zu nennen. Außerdem wurde der Errichtung eines „Wohn- und Ärztehauses Harkortstraße“ zugestimmt – eingebettet in einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan für das Gebiet an der Harkortstraße. Die öffentliche Auslegung dieses „vorhabenbezogenen Bebauungsplanes“ soll im 2. Halbjahr des Jahres 2011 erfolgen.

Auch der Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Berliner Straße wurde beschlossen und ebenso der Bebauungsplan für das anschließende Gewerbegebiet Wehringhauser Straße (bis zur Minervastraße).

Haus Harkorten

Im Anschluss an die Beschlussfassung zu den Bebauungsplänen ging es um einen Sachstandsbericht zum denkmalgeschützten Ensemble Haus Harkorten. Hie eine kurze Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses: Zunächst merkte Dietmar Thieser an, dass man jetzt genau so weit sei wie vor zwei Jahren, woraufhin Christine Grebe (Stadt Hagen) erklärte, dass die geplante Seniorenresidenz nicht in den Häusern des Denkmalensembles realisiert werden könne. In einer kurzen Diskussion, an der sich die Damen Heike Bremser (CDU), Ilka Schmidt-Winterhoff (SPD) und Christine Grebe sowie die Herren Georg Thomys (Denkmalbehörde), Rüdiger Ludwig (Grüne) und Dietmar Thieser (SPD) beteiligten, wurde verdeutlicht, dass dringender Handlungsbedarf bestehe und die Verwaltung das Gespräch mit dem Investor suchen müsse. Ansonsten waren die Politiker der Meinung, dass die Verwaltung einen Vorschlag erarbeiten und der Bezirksvertretung Haspe vorlegen muss.