„Bier-“ Geschichten aus der Volmestadt

Hagen. (Red.) Die große Nachfrage nach seinem vor einigen Jahren erschienenen Buch über die Andreas-Brauerei hat den Heimatforscher Ulrich Günnemann veranlasst, sich noch intensiver mit dem Thema Brauereien in und um Hagen zu befassen. Herausgekommen ist eine Abhandlung, die anhand zahlreicher, teils farbiger Abbildungen, die Hagener Brauereitradition wieder lebendig werden lässt.

Schon im 18. Jahrhundert hatten die Brauereien in der Region in und um Hagen eine große Bedeutung. Ausgehend von einer Aufstellung des Verbandes der regionalen Brauereien aus dem Jahr 1906 beschreibt der mit dem Brauereigeschäft gut vertraute Autor informativ und unterhaltsam die Geschichte der Braustätten in Hagen und seinem Umland. Heute existiert von den zahlreichen Brauereien nur noch die Vormann-Brauerei in Dahl.

Viele Hagener können sich aber noch an Andreas, Bettermann oder Germania erinnern. Aber wer kennt z.B. die Adler-Brauerei hinter dem Hagener Markt an der Frankfurter Straße mit 30.000 Hektoliter Bierausstoß im Jahr 1914? Oder das Bürgerliche Brauhaus Lenzmann hinter der Bergstraße, woran heute immerhin noch ein Straßenname erinnert? In Herdecke braute die Stadtbrauerei zu Beginn des 20. Jahrhunderts 12.000 Hektoliter, die Brauerei Emil Altenloh in Ennepetal produzierte 8.000 Hektoliter.

Die Gevelsberger Aktienbrauerei kam auf 30.000 Hektoliter. Anhand vieler noch vorhandener Dokumente und Fotos erzählt Ulrich Günnemann die Geschichte dieser und zahlreicher weiterer Brauereien so lebendig, dass man schon beim Durchblättern Durst bekommt. Präsentiert wird das Buch am kommenden Samstag, 2. Dezember, in der Hagener Buchhandlung Thalia um 11 Uhr.