Bismarckturm: Sanierung

Hagen. (Red.) Zu Beginn dieses Jahres hatte die Gebäudewirtschaft Hagen (GWH) das Architekturbüro Harder & Pöpsel beauftragt, den Bauzustand des Bismarckturms zu untersuchen und ein Gutachten zu erstellen, um die finanzielle Größenordnung der zur Erhaltung des Bauwerks erforderlichen Arbeiten festzustellen. Dieser Bauzustands- und Sanierungsbericht lag im Februar 2011 vor. Die Gesamtsumme der aufzubringenden Sanierungskosten für Turm, Sockel- und Böschungspodest liegt bei rund 460.000 Euro.

Schon 70.000 Euro

In diesem Jahr wird ein erster Bauabschnitt zur Sanierung und Instandhaltung des Baudenkmals Bismarckturm in Form von Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen im Bereich der Turmbekrönung durchgeführt. Dafür standen ursprünglich 50.000 Euro zur Verfügung. Dank der Aktivitäten des Fördervereins Bismarckturm Hagen e.V. konnten Spendenmittel eingeworben werden, sodass im Jahr 2011 weitere 20.000 Euro, insgesamt also 70.000 Euro zur Erhaltung des Bismarckturms ausgegeben werden können.

Seit dem Frühsommer ist der Bismarckturm nun eingerüstet, um die notwendigen Mauer- und Naturwerksteinarbeiten im Bereich der Turmbekrönung ausführen zu können. Überall werden die Fugen ausgestemmt und erneuert. Defekte und marode Steine (Ruhrsandstein) werden ausgebaut und ersetzt und Ankerstangen als Sicherungen eingebaut. Im Bereich des Kranzgesimses wurden zudem die großen Werksteine, die verschoben waren und abzustürzen drohten, aufgenommen, die Hinterfüllung aus Beton mit Hüttenschlacke herausgestemmt, die Natursteine neu versetzt und mit Edelstahlankern gesichert.

Zusätzlich wird dank der nun möglichen Erhöhung der Bausumme im Moment im Bereich eines weiteren zusätzlich eingerüsteten Bauteils im Bereich der Fassaden gearbeitet. Ende September 2011 wird das Gerüst abgebaut, dann sind die Finanzmittel erschöpft.

Bild vor Ort

Der Bauzaun, der an schönen Wochenenden tatsächlich häufig demoliert wird, soll im Herbst dann durch einen vorübergehend aufgestellten festen Zaun ersetzt werden, denn trotz der Durchführung des ersten Bauabschnittes wird es noch nicht möglich sein, den Turm wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Gemeinsam mit Vertretern der Gebäudewirtschaft Hagen (GWH) und des Fördervereins Bismarckturm Hagen e.V. machten sich Mitglieder der Bezirksvertretung Mitte nun direkt vor Ort ein Bild vom Stand der Sicherungs- und Erhaltungsarbeiten. Dabei dankte Bezirksbürgermeister Jürgen Glaeser allen an den Renovierungsarbeiten Beteiligten. Ein besonderer Dank ging an die GWH und das Architekturbüro Harder & Pöpsel, vor allem aber an den Förderverein Bismarckturm, ohne dessen Engagement und finanzielle Unterstützung die Wiederherstellung des Bauwerks weitaus mehr Zeit in Anspruch nehmen würde. Gleichzeitig sicherte die Bezirksvertretung Mitte zu, die Baumaßnahmen im Rahmen ihrer Möglichkeit bestmöglich zu unterstützen, da mit der Turm vielleicht schon im kommenden Jahr wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden könnte.