„Blätter fallen“ im „Fenster“

Herdecke/Hagen. (ME) Die Malerin und Bildhauerin Dagmar Vogt lebt zugleich an zwei idyllischen Orten: Einerseits wohnt sie im wunderschönen Herdecke, andererseits arbeitet sie im malerischen Beyenburg, wenige Kilometer hinter der Schwelmer Stadtgrenze. Hier nennt sie ein prächtiges Fachwerkhaus ihr Eigen, das ihr sowohl als Galerie als auch als Atelier dient.
Hier hat sie viel Platz. Im weitläufigen Garten kann der Besucher einen Teil ihrer bildhauerischen Arbeiten bewundern. Im Haus selbst hängen zalhreiche Bilder, die allesamt eine unverwechelbare Handschrift zeigen.

Insbesondere Natur-Themen haben es ihr angetan: Gebirge, Wasserfälle, Bäche, Seerosen, Blühen und Welken, Sonne. Und immer wieder Nester. Auf Nester stößt man in mannigfaltigster Weise in den Gemälden ebenso wie in den bildhauerischen Werken.
Bei ihren Gemälden lenken harmonische Farbnuancen den Blick ins Zentrum der Bilder, dabei bewegt sich die Spannweite stets zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Obwohl immer ein Thema erkennbar ist, bleibt eine gewisse Gratwanderung und somit auch eine kreative Aufgabe für den Betrachter.

Dagmar Vogt – die ihre Arbeiten mit dem Kürzel „Davo“ kennzeichnet – hat die Bildhauerei von der Pike auf erlernt, unter anderem bei dem renommierten Hochschulllehrer Prof. Kampmann in Dortmund. Zu ihren weiteren Lehrern gehörte auch Markus Lüpertz, der zu den bekanntesten deutschen Künstlern der Gegenwart zählt. Sie ist Gründungsmitglied der Gruppe Ultramarin und Mitglied des Wittener Künstlerbundes der Bergischen Kunstgenossenschaft Wuppertal.
2015 wurde ihr der Kuntspreis des Ennepe-Ruhr-Kreises zuerkannt und 2003 der Kunstpreis der Stadt Schwerte. Der größte Teil ihrer Ausstellungen war bislang im Ennepe-Ruhr-Kreis zu bewundern.
Aktuell schleicht sich der Herbst bei ihr ein. Unter dem Titel „The Leaves are falling“ (Die Blätter fallen) stellt „Davo“ jetzt einige ihrer Werke im Hagener Osthaus-Museum an der Hochstraße aus (Museumsplatz). Die Ausstellungseröffnung im Rahmen der Ausstellungsreihe „Hagener Fenster“ erfolgt am Donnerstag, 8. September, um 18.30 Uhr. Zu sehen sind die Werke bis zum 2. Oktober.