Hagen. Nachdem die Blauzungenkrankheit bei Wiederkäuern jetzt auch in einem Betrieb im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach ausgebrochen ist, muss das gesamte Stadtgebiet Hagen als Sperrgebiet ausgewiesen werden. Diese Maßnahme ist erforderlich, da Hagen im Umkreis von 150 Kilometern um den Seuchenherd liegt. Eine entsprechende Allgemeinverfügung tritt am heutigen 26. Januar in Kraft.

Wenn Rinder, Schafe oder Ziegen in Gebiete transportiert werden sollen, die außerhalb des Sperrgebietes liegen, ist dies nur unter besonderen Auflagen erlaubt. Entscheidende Voraussetzungen sind insbesondere das Vorliegen eines belastbaren Impfschutzes oder eine negative Blutuntersuchung auf das Virus. Einfacher sind die Auflagen für Schlachttiere zu erfüllen: Hier reicht es, wenn der Halter für jedes Tier die klinische Unbedenklichkeit garantiert. Auch für das Verbringen von Tieren innerhalb des Sperrgebietes gilt als Voraussetzung, dass vom Tierhalter eine Bescheinigung ausgestellt wird, aus der hervorgeht, dass die Tiere fei von Anzeichen der Blauzungenkrankheit sind.

Die Blauzungenkrankheit wird im Wesentlichen durch kleine Mücken, sogenannte Gnitzen, übertragen und gefährdet in erster Linie Schafe. Aber auch Ziegen und Rinder sind für das Virus empfänglich. Während die Krankheit bei Schafen tödlich verlaufen kann, stellt sich bei Rindern in der Regel nach einiger Zeit Linderung ein. Klinische Symptome sind Teilnahmslosigkeit, hohes Fieber, vermehrtes Speicheln, Rötung und Schwellung der Kopfschleimhäute sowie die Schwellung und Blaufärbung der Zunge.

Für den Menschen ist der Erreger ungefährlich. Fleisch- und Milchprodukte können ohne Bedenken verzehrt werden.

Für weitere Auskünfte steht das Veterinäramt der Stadt Hagen unter Tel. 02331 / 207-3112 zur Verfügung.