Blutzucker unter Kontrolle?

Ein kleiner Stich in den Finger: So kontrollieren Diabetiker ihren Blutzucker. (Foto: Fotolia)

Hagen. Die Zahlen sind erschreckend: Mittlerweile gibt es in Deutschland über sieben Millionen Menschen mit Diabetes – Tendenz steigend. Das behaupten jedenfalls die aktuellen Daten der Internationalen Diabetes-Föderation (IDF). Damit liegt Deutschland im europäischen Vergleich auf Platz eins, was die Rate an Diabetikern betrifft.

Rund 90 Prozent der Patienten haben einen sogenannten Typ-2-Diabetes. Besonders alarmierend: Erkrankten früher in erster Linie ältere Menschen daran, sind heute zunehmend auch Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene betroffen. Falsche Ernährung und Bewegungsmangel zählen zu den Hauptursachen der chronischen Störung des Zuckerstoffwechsels. Wie sich das persönliche Risiko für eine Erkrankung senken lässt und worauf es bei der Behandlung von Typ-2-Diabetes ankommt – dazu beantworten vier Experten an unserem kostenfreien Lesertelefon alle Fragen.

Die Mediziner erwarten den Anruf der wk-Leser am Donnerstag, 8. November 2012, in der Zeit von 10 bis 17 Uhr unter der kostenfreien Rufnummer 0800 / 281-1811.

Ausgewogene Ernährung und Bewegung sind der beste Schutz vor einer Diabetes-Typ-2-Erkrankung. (Foto: MSD)

Der Welt-Diabetes-Tag wird am 14. November 2012 begangen. Bereits im Vorfeld dieses Tages widmen sich die Fachleute am Lesertelefon Ihren Fragen. So kann es beispielsweise um Ernährung und Bewegung gehen.

Eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung sind der beste Schutz vor einem Typ-2-Diabetes. Für bereits Erkrankte sind sie unverzichtbarer Bestandteil einer erfolgreichen Therapie. Bewegung hilft, das vorhandene Insulin besser zu verwerten und die Blutzuckerwerte zu senken. Reichen diese Maßnahmen für eine zufriedenstellende Blutzuckerkontrolle nicht mehr aus, wird eine medikamentöse Therapie nötig. Denn ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel führt langfristig zu krankhaften Veränderungen an Blutgefäßen und Nerven: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenversagen, Amputationen und Erblindung können die Folge sein.

Behandlung früh beginnen

Für die frühe medikamentöse Behandlung stehen verschiedene Wirkstoffe in Tablettenform zur Verfügung. Dabei gelingt es heute immer besser, stabile Blutzuckerzielwerte zu erreichen und gleichzeitig das Risiko für medikamentenbedingte Unterzuckerungen gering zu halten, was in vielen Alltagssituationen, wie zum Beispiel beim Autofahren, von großer Bedeutung ist. Moderne Medikamente ermöglichen Typ-2-Diabetikern so einen weitgehend einschränkungsfreien Alltag. Die Gabe von Insulin ist meist erst in einem späten Krankheitsstadium erforderlich, wenn die Bauchspeicheldrüse kaum noch eigenes Insulin produziert.

Kostenfreier Rat am Telefon

„Wie kann ich mein persönliches Risiko für eine Diabetes-Erkrankung einschätzen? Wie sieht eine „ausgewogene Ernährung“ konkret aus? Ich nehme bereits seit zwei Jahren Medikamente gegen meinen Typ-2-Diabetes ein. Seitdem ist es schon einige Male zu Unterzuckerungen gekommen. Trotz Ernährungsumstellung und Bewegung gelingt es mir einfach nicht, mein Gewicht zu reduzieren. Woran könnte das liegen? Welche Sportarten sind für Diabetiker besonders geeignet?“ – Diese und alle weiteren Fragen zum Thema beantworten die Diabetologen an unserem Lesertelefon vertraulich, kompetent und kostenfrei:

Unsere Experten:

Dr. med. Elmar Jaeckel
Facharzt für Innere Medizin und Diabetologie
Oberarzt der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie
Medizinische Hochschule Hannover
Dr. med. Hans-Martin Reuter
Diabetologe und Ernährungsmediziner
Zweiter Vorsitzender des Bundesverbandes niedergelassener Diabetologen (BVND), Jena
Dr. med. Ludwig Merker
Facharzt für Innere Medizin, Spezialist für Diabetes, Nieren- und Hochdruckerkrankungen
Diabetes- und Nierenzentrum Dormagen
Dr. med. Tobias Ohde
Internist und Diabetologe der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG)
Ambulantes Diabeteszentrum Essen