Bodybuilding ohne chemische Keule

Hagen. (anna) Tagsüber verbringt der Hohenlimburger Klaus Timreck seine Zeit mit schwerer körperlicher Arbeit auf Baustellen, abends stemmt er noch Gewichte. Mit 56 Jahren hat der Selbstständige aus dem Bautenschutzgewerbe erfolgreich an der „10. Deutschen Natural Bodybuilding Meisterschaft“ mit insgesamt 168 Athleten in Werdau in Sachsen teilgenommen und in seiner Klasse immerhin den 5. Platz erreicht.

Deutsche Meisterschaft

Nun geht der 59-Jährige am 24. September erneut an den Start. In der Kategorie über 50 wird er in der Siegerlandhalle um den Titel des Deutschen Meisters streiten.
„Bodybuilding ist ein wunderbarer Sport und viel mehr als nur Gewichte heben“, weiß Timreck. Der Bodybuilding-Lifestyle basiere auf den Säulen Training, Ernährung, Erholung und positivem Denken. „Durch ein individuell gestaltetes und gut dosiertes Trainingsprogramm, eine bedarfsangepasste und auf die jeweilige Zielsetzung ausgerichtete Ernährung, ausreichende Ruhephasen und eine grundsätzlich positive Einstellung kommt es zu einer deutlichen Erhöhung der Lebensqualität und zu einer Verbesserung der Gesundheit.“

Kein Doping

„Gesundheit ist nicht nur die Abwesenheit von Krankheit, sondern physisches, psychisches und soziales Wohlbefinden“, erklärt Timreck. „Ganz entscheidend dafür, dass Bodybuilding eine gesunde Aktivität bleibt, die man bis ins hohe Alter betreiben kann, ist der Verzicht auf schädliche Dopingmittel wie beispielsweise Anabolika, Wachstumshormone, Amphetamine oder Diuretika.“

Vorbild für die Jugend

Leider, so der Hagener Sportler, herrsche bei zahlreichen Athleten immer noch die Vorstellung, dass es im Bodybuilding ohne Chemie nicht gehe. Nach aktuellen Schätzungen greifen viele Menschen, die im Sportstudio trainieren, gelegentlich zur „chemischen Keule“, um ihren Zielvorstellungen in Sachen Körperentwicklung näher zu kommen.
Klaus Timreck möchte den Jugendlichen beweisen, dass es auch anders geht. „Natürlich nehme ich ohne Training auch schnell wieder an Gewicht zu, doch wenn ich dann wieder für eine Meisterschaft trainiere, purzeln die Pfunde. Aktuell habe ich 32 Kilo in sieben Monaten abgenommen.“
Klaus Timreck hat schon viele Kollegen erlebt, die an der chemischen Keule gestorben oder schwer erkrankt sind. Oftmals sei es nur eine Frage der Zeit, wann hier mit der gesundheitlichen Katastrophe zu rechnen sei. „Unser Sport soll dem Bodybuilding, also dem Aufbau und nicht dem Bodydestroying, also der Zerstörung des Körpers dienen.“
Wer mehr zu Klaus Timreck und seinen Trainingsmethoden wissen möchte, kann ihn unter Telefon 0171 / 4751296 erreichen.