Bombenkrieg in Hagen

Wehringhausen. Der nächste Gesprächsabend im Erzählcafé „Altes Backhaus“ in der Lange Straße 30 (Hinterhof) mit dem Historiker Jörg Fritzsche findet am Freitag, 25. Januar 2013, um 17 Uhr, zum Thema „Bombenkrieg in Hagen“ statt.

In den Abendstunden des 1. Oktober 1943 erfolgte der erste schwere Großangriff auf die Stadt Hagen. Das verheerende Bombardement der weit über 200 Maschinen hinterließ große Zerstörung und forderte mindestens 266 Todesopfer. Seit dem Frühjahr 1942 flogen alliierte Langstreckenbomber Flächenangriffe auf deutsche Großstädte und versuchten – neben der Zerstörung der Verkehrswege und Industrieanlagen – durch das sogenannte „moral bombing“ die Moral der deutschen Bevölkerung zu untergraben. Auch die Großstädte an Rhein und Ruhr wurden im „Battle of the Ruhr“ systematisch bombardiert.

Mit dem Angriff auf Hagen richtete sich das britische „Bomber Command“ im Herbst 1943 gegen die letzte unzerstörte Großstadt im Ruhrgebiet, deren kriegswirtschaftliche Bedeutung lange als eher gering eingestuft worden war. Über 2000 Menschen, darunter auch viele Zwangsarbeiter, denen nur ein unzureichender Luftschutz zugebilligt wurde, fanden durch die Luftangriffe auf Hagen den Tod.

Ausgehend von diesem bevorstehenden traurigen Jubiläum sollen Zeitzeugen zu Wort kommen und ihre Erfahrungen über den Bombenkrieg austauschen. Der Eintritt ist frei. Informationen zur Reservierung unter Kursnummer 1206 erhalten Interessierte beim Serviceteam der Volkshochschule unter Telefon 02331 / 207-3622.