Breitband im Lennetal „läuft“

Hagen. Ihre beiden wichtigsten Ziele hat die Breitbandgenossenschaft Hagen in den ersten Monaten nach ihrer Gründung erreicht: Zum einen wollen mittlerweile auch große Anbieter in die Region investieren. Sie machen neuerdings Gewerbekunden ordentliche Angebote für schnelles Internet und interessieren sich sogar dafür, das gesamte Stadtgebiet auszubauen. Zum anderen soll es bis Ende August eine passgenaue sowie technisch und preislich attraktive Lösung für die 25 Mitglieder der Genossenschaft selbst geben. Dabei setzen die Verantwortlichen ab jetzt auf Richtfunk, um das Gewerbegebiet Lennetal in Sachen Digitalisierung zukunftsfähig zu machen.

Am 31. August 2016 wurde die Breitbandgenossenschaft Hagen eG gegründet. Ein halbes Jahr später steht der Beschluss: Die Genossenschaft will zukünftig alle interessierten Unternehmen im Gewerbegebiet Lennetal mit Breitband­anschlüssen per Richtfunk versorgen.
Vorstandsmitglied Michael Hösterey: „Für unser Glasfaser-Angebot haben wir zwar nicht die mindestens hundert Mittelständler begeistern können, die unser Projekt gebraucht hätte. Aber erstens haben wir das Thema Breitband in Hagen trotzdem erfolgreich angeschoben, und zweitens können wir nun ab Sommer dieses Jahres mit einer gleichwertigen Technologie die Versorgung unserer Mitglieder mit schnellem Internet kurzfristig ermöglichen. Man muss als Problemlöser eben flexibel sein, wenn man etwas erreichen will.“
Erste Berechnungen haben ergeben, dass für die anzuschließenden Betriebe Richtfunk günstiger als der ursprünglich angedachte Vollausbau sein wird. Ein verbindliches Angebot soll in der kommenden Woche vorliegen. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich auf eine kurzfristige Umsetzung verständigt.