Hagen. (hc) „Das Glück liegt auf der Straße“, ist eine deutsche Filmkomödie von Franz Antel aus dem Jahr 1957 – doch der Titel passt auch zum neuen Buch von Christoph Engelbert und seiner Tochter und Co-Autorin Rebecca Borgmeier, das sich rund um das Thema Speditionen, große Spezialfahrzeuge, Fahrzeughersteller und Firmenflotten dreht. Passenderweise unter dem Namen „Schwer in Fahrt“ soll das Buch im „ardenkuverlag“ im November 2018 erscheinen.

Auf 250 Seiten wollen die beiden Autoren die Geschichte der „großen“ Fahrzeuge auf Hagens Straßen aufschreiben. Angefangen bei Speditionen, die noch mit Pferdefuhrwerken die ersten Auslieferungen machten, bis hin zu den modernen Kehrmaschinen oder „dicken Brummis“.

Zweites Großprojekt

Engelbert, der bereits die Geschichte der Polizei in der Volmestadt in seinem ersten Werk „Bitte folgen“ aufarbeitete, hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. 90 Speditionen gab es einst in Hagen. Viele haben eine lange Tradition, manche gaben nur ein kurzes Intermezzo. Mit dem einen oder anderen noch ansässigen Unternehmen hat er bereits Kontakt aufgenommen – manchmal aber auch vergeblich. „Mir ist schon bewusst, dass die wirklich immer viel beschäftigt sind. Aber es wäre dennoch schön, wenn ich noch von ein paar Speditionen mehr zusammenarbeiten könnte“, sagt Engelbert.

Erinnerungen teilen

Viele Menschen haben bei diesen Speditionen gearbeitet – oder tun es immer noch – und können sicherlich einige „Dönekes“ zu dem Buch beitragen. Sei es die verschiedenen kleinen und großen Erfahrungen oder Bilder. Christoph Engelbert sucht alles.

„Ich bin über die Recherchen bei meinem ersten Buch auf viele Fotos von LKW gestoßen und achte seitdem viel mehr auf die verschiedenen Speditionen“, erklärt er.

Das Interesse hat sich noch gesteigert und so erklärt sich seine Motivation, sein zweites Buch zu schreiben.

Porträts im Blick

Dabei möchte Christoph Engelbert die einzelnen Unternehmen porträtieren. Welche LKW oder Spezialfahrzeuge hatten sie? Welche technischen Details verbergen sich hinter einer 60er-Jahre-Kehrmaschine? Das sind beispielsweise einige Fragen, denen er gerne zeitnah nachgehen möchte.

Daher startet er jetzt den Aufruf über den Wochenkurier. Jeder, der zum Beispiel Bilder von alten Fahrzeugen bei Speditionen oder von der Brandt-Firmenflotte hat, soll sich beim „ardenkuverlag“ (Tel. 02331 / 303333, Petra Holtmann) melden. Aktuelle und ehemalige Mitarbeiter oder Chefs haben vielleicht ein privates Archiv angelegt und helfen dem Autorenteam bei der Aufgabe, die Historie der schweren Brummis auf Hagens Straßen zu rekonstruieren. Auch alte Zeitungsausschnitte, technische Zeichnungen oder Erinnerungen helfen Engelbert und seiner Tochter bei der Erstellung des neuen Buches.

„Hausemann und Mager, das wissen viele gar nicht, haben zum Beispiel am Anfang auch selbst Fahrzeuge gebaut“, gibt er einen Einblick in seine bisherigen Rechercheergebnisse.

Die Geschichte vieler Fahrzeughersteller, Hersteller von Aufbauten, Firmenflotten, Speditionen oder Besitzer von Spezialfahrzeugen aus Hagen ist vielfältig – aber auch weit verstreut. Engelbert und Borgmeier werden versuchen, die losen Enden dieser Geschichte zusammenzufassen und in „Schwer in Fahrt“ in einem Mix aus Technik- und Personengeschichten zu einem Lesestoff nicht für Hagener zusammenfassen.