Bund gibt 240.000 Euro für Haus Harkorten

Hagen. (ME) Für Haus Harkorten ist es eine Minute vor zwölf.
Jetzt gibt es eine gute Nachricht für den alten Industriellensitz in Haspe: Wie
die Bundestagsabgeordneten Cemile Giousouf (CDU) und René Röspel (SPD) am
Freitag mitteilten, kann der weitere Verfall vorerst gestoppt werden: Für den
ersten Bauabschnitt fließen 240.000 Euro aus Bundesmitteln in das „Nationale
Denkmal“. Die Hagener CDU-Bundestagsabgeordnete Giousouf, die ebenso wie Röspel
den südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis und Hagen im Deutschen Bundestag vertritt, freut
sich:
„Der Haushaltsausschuss hat beschlossen, dass das Haus Harkorten in
Haspe-Westerbauer mit 240.000 Euro aus Bundes-Denkmalmitteln gefördert wird.
Damit ist die baulich fast vollständig erhaltene Anlage, an dem zunehmend der
Zahn der Zeit nagte, vor weiterem Verfall gerettet. Ich freue mich, denn Haus
Harkorten ist in vielerlei Hinsicht ein Erbe, das nicht nur für Hagen, sondern
für das Ruhrgebiet und ganz Deutschland von Bedeutung ist.“
Harkorten ist bekanntlich nicht nur der Herkunftsort von Friedrich Wilhelm
Harkort, dem ‚Vater des Ruhrgebietes‘, sondern auch weiterer bedeutender
Industriepioniere.
Wegen der Vielzahl von Bewerbungen bundesweit konnte nur ein Teil der Anträge
positiv beschieden werden, berichtet der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete
René Röspel: „Umso mehr freue ich mich, dass Haus Harkorten von diesem Programm
profitiert.“
Haus Harkorten ist überdies bei Architekturhistorikern als Höhepunkt des
Bergischen Wohnhausbaustils bekannt. „Hier sind die Mittel des Bundes genau an
der richtigen Stelle eingesetzt, damit dieses Erbe auch in Zukunft erhalten
bleibt“, so Röspel.
Positiver Bescheid
Mit dem Denkmalschutz-Sonderprogramm beteiligt sich der Bund seit Jahren an
der Sanierung von national bedeutsamen Denkmälern in ganz Deutschland. Insgesamt
stellt der Haushaltsausschuss 70,5 Millionen Euro für den Denkmalschutz bereit,
mit dem bundesweit 204 Denkmalschutzprojekte gefördert werden sollen.
Eines dieser Projekte ist das 1756 errichtete „Herrenhaus“ auf Gut Harkorten.
Zurzeit wird ein Konzept zur künftigen Nutzung erarbeitet. In einem ersten
Bauabschnitt sollen nun die dringend erforderlichen Instandsetzungsmaßnahmen an
der mit Schiefer gedeckten Fassade (samt Dach) durchgeführt werden, für die der
Förderantrag gestellt wurde.