„Chaoten Cops“: Hagener schreibt absurden Krimi

Hagen. (as) Er hat es wieder getan. Mit „Chaoten Cops“ hat Joachim K. Sacharow bereits sein drittes Buch vorgelegt. Diesmal hat der Hagener das hartumkämpfte Genre des Krimis für sich entdeckt.
„Ich hab viel gelesen“, sagt Joachim K. Sacharow. „Aber vieles war mir zu langweilig.“ Zu eintönig. Immer das Gleiche. Das galt auch für Fernseh-Krimis. Vor allem bei der alten Fernsehserie „Derrick“ hatte er immer wieder das Gefühl, es eher mit einer Art absurdem Theater zu tun zu haben: Biedere Kriminalisten ermitteln mit Samthandschuhen in der Welt der Schönen und Reichen.
„Das geht auch anders“, sagte sich Sacharow und entwarf einen Krimi, der genau das Gegenteil dessen zeigen sollte, was „Derrick“ einst ausgemacht hatte. Seine „Chaoten Cops“, das weiß der Autor, „haben überhaupt nichts mit der Realität zu tun“. Da wird fröhlich gepöbelt. Es werden nicht nur Türen eingetreten, sondern gleich komplette Gartenlauben dem Erdboden gleich gemacht. Harmlose Zeitgenossen werden von den „Chaoten Cops“ in Tatverdächtige verwandelt, verspottet und beschimpft.
Chaoten-Trupp
„Kriminalisten sind auch nur Menschen“ hat Joachim K. Sacharow seinen Kriminalroman untertitelt. Die Frage ist nur: Was für welche? Ein „Chaoten Cop“ säuft sich durch den Tag und seine Kollegen finden nichts dabei, dass er seinen Bürokaffee gewaltig mit Schnaps verdünnt. Der nächste „Chaoten Cop“ zapft Benzin aus dem Tank des Dienstwagens ab für den Eigengebrauch. Der dritte ist permanent auf der Jagd nach unverbindlichem Sex. Und der Chef der Rasselbande entpuppt sich nicht nur als cholerisch, sondern gibt sich auch stur und unbelehrbar.
Das Chaoten-Quartett ermittelt in dem Roman in einer Mordserie. Prostituierte werden in einer hanseatischen Großstadt mit jeweils 20 Messerstichen getötet. Ob‘s den „Chaoten Cops“ gelingt, den Mörder zu überführen? Hier sei nur soviel verraten: Das Ende ist durchaus überraschend.
Zwei Bücher hat Sacharow bereits geschrieben. In „Und ist der Handel noch so klein“ beschreibt er den Weg eines Arbeitslosen in die Drückerszene. In „Turbulente Ferien“ erinnert er sich an die eigene Jugend in den 60er Jahren, als Opas Bauernhof der reinste Abenteuerspielplatz war.
Fortsetzung geplant
Nun also ein Krimi. Und bei einem soll es nicht bleiben. Sacharow verrät, dass er den Nachfolge-Band seiner „Chaoten Cops“ bereits fertig habe. Diesmal schickt er die Cha­os-Jungs unter anderem auf das Kreuzfahrtschiff Queen Mary und in einen Yachthafen.
Die „Chaoten Cops“ gibt es im Buchhandel. Joachim K Sacharow vermarktet sich auch selbst. Er zieht mit seinen Büchern im Direktverkauf von Tür zu Tür.