„Collapz“ und „Mois“ im Kultopia

Hagen. (anna) Der 26-jährige Christopher Maibaum alias „Collapz“ und der 28-jährige Andreas Wieczorek alias „Mois“ sind in der Hagener Rap-Szene keine Unbekannten. Längst haben sich Beide in der Hip-Hop-Kultur ausreichend in Szene gesetzt und weit über Hagens Grenzen hinaus einen Namen gemacht. Am Freitag, 7. November, kann man die beiden Rapper, die unter „Dissin – impossible“ auftreten, ab 19 Uhr im Kultopia, Konkordiastraße (Buschey), erleben.

Sowohl Chris als auch Andreas kamen 1999 mit der Hip-Hop-Szene in Kontakt und waren begeistert von dem neuen Sprechgesang. Chris wohnte damals am Boloh und machte sich zu Fuß auf, den großen Hagener Rapper Jay Canisen in Kabel zu besuchen. Der sollte ihm beibringen, wie man rappt. „Ich bin einfach dorthin gelaufen, obwohl ich den gar nicht kannte“, berichtet Chris, „habe einfach geschellt und er hat mich tatsächlich reingelassen. Jay hat mir dann gezeigt, wie Rap funktioniert – und ich war endgültig infiziert.“

Andreas hörte 1999 zum ersten Mal diese Art Musik im Radio und war begeistert. Wenig später hat er selber Lieder im Rap-Stil gemacht. „Bei mir war es kein Trend wie bei vielen anderen“, erklärt Andreas, „bei mir ist Hip Hop einfach zum Lebensstil geworden.“

Was ist Rap?

Rap ist ein Sprechgesang und Teil der Hip-Hop-Kultur. „To rap“ bedeutet im Deutschen „klopfen, pochen, meckern“ und deutet die Art der Musik und des Sprechgesangs an. Heute hat sich der Rap teilweise von seinen Wurzeln gelöst und wird auch in anderen Musikstilen eingesetzt. Besonders in Bereichen unkommerzieller Rap-Musik, etwa im Untergrund-Rap, ist eine deutliche Abgrenzung zur ursprünglichen Hip-Hop-Musik erkennbar.

Rap entstammt ursprünglich der afroamerikanischen Kultur – insbesondere der Tradition afrikanischer Künstler. In einigen Großstadtghettos – unter anderem in New York – legten DJs in Diskotheken und Clubs Platten auf und sagten Musikstücke an. Dabei machten sie Sprüche und Kommentare in einem der Jugend zugänglichen Slang. Dies taten sie zunehmend in Reimen zum Rhythmus der Musik. Daraus entstand eine ganz neue Stilrichtung.

Treffen im Kultopia

2004 begegneten sich die beiden Rapper Christopher Maibaum und Andreas Wieczorek im Kultopia und fanden schnell heraus, dass sie wunderbar harmonierten. Ihre Musik ergänzte sich auf wundersame Weise. Es folgten gemeinsame Workshops in Dortmund, Essen und Witten. Das erste Video entstand. Erfolgreiche Auftritte, beispielsweise im Volks- und Hameckepark, in der Smolensker Stadthalle und im Kultopia, feuerten die beiden Rapper noch mehr an.

2007 erfolgte die Trennung. Chris nahm seine erste CD auf und an verschiedenen Wettbewerben teil. Bei einer „Battle“ in Lünen belegte er Platz Eins, ein Jahr später landete er auf dem zweiten Platz. Sein Musikvideo erschien auf Youtube. Chris hingegen gab weitere Konzerte. 2010 wurde Tochter Lilly geboren. Andreas, der inzwischen studiert, konnte bereits 2009 Töchterchen Kaycie in die Arme schließen.

Inzwischen gehen die Rapper wieder einen gemeinsamen Weg. Sie machten zusammen eine CD, die auch auf Internetportalen in Österreich und der Schweiz läuft. Im Oktober haben sie ihr erstes Video auf dem abgebrannten Schlachthof in Hagen gedreht, das sie am 22. November in Bochum vorstellen werden.

„Gemeinsam macht alles viel mehr Spaß und wir beide passen einfach gut zusammen,“ ist Chris überzeugt. Wer sich davon überzeugen lassen möchte, sollte sich am 7. November 2014 ab 19 Uhr ins Kultopia, Konkordiastraße 23-25 in 58095 Hagen, begeben …