„Da musst du mitmachen“

Hagen. (hc) „Spielst du auch mit?“ – Diese einfache Frage – verbunden mit einem offenen Lächeln – zeigt, welche Stimmung bei den Fußballern von Hagen United herrscht. Selbst bei unbekannten Personen in der Kabine herrscht kein Misstrauen, sondern viel mehr das Interesse, einen neuen Menschen kennen zu lernen.

Die jungen Männer zeigen keine Scheu, sie wissen, wie es ist, allein zu sein und dass man offen sein muss für neue Bekanntschaften.

So auch Raduda Cristian. Der 28-Jährige ist vor zwei Jahren aus Rumänien nach Deutschland gekommen.

Urlaub in Deutschland

Er war bereits zuvor in der Bundesrepublik gewesen, um Urlaub zu machen und entschied sich dann dauerhaft umzusiedeln. Dass sein bester Freund Christian Dickert mit einer Rumänin verheiratet ist, erleichterte die Eingewöhnung in der Volmestadt. Das Trio macht privat viel miteinander – und so war es auch Dickert, der seinen Kumpel auf Hagen United aufmerksam machte.

„Mein Freund hat zufällig von dem Verein erfahren und mich direkt angerufen. ‚Da musst du mitmachen‘ hat er gesagt. Und dann bin ich zum Training gekommen“, erzählt Raduda.

Er wurde herzlich aufgenommen und durch seine Deutschkentnisse gehörte er schon bald zu den Wortführern. „Ich fühle mich sehr wohl. Alle sind sehr nett zueinander und ich bin optimistisch, dass wir hier eine gute Mannschaft zusammen haben“, beschreibt Raduda seine Erfahrungen bei den Flüchtlingskickern.

Internationale Erfahrung

Mit Fußball hat der junge Mann, der auf der linken Außenbahn zu Hause ist, auch schon internationalen Kontakt gehabt. Mit 19 Jahren spielte er bei Turnieren in Norwegen. Er war dort Teil einer Regionalmannschaft aus seiner Heimat.

In Hagen hat er mittlerweile Fuß gefasst. Mit einer festen Arbeit und einigen Freunden hat er sich in der Volmestadt eingelebt. Er hat sich gut integriert und sein Freundeskreis ist durch seine Mitgliedschaft bei United noch einmal angewachsen.

Der Verein passt zu ihm, weil er nicht nur darauf aus ist sportlichen Erfolg zu haben, sondern auch das Miteinander zu pflegen.

Siege nachlegen

Aber Siege sind für Athleten stets ein Ziel, auf das sie hinarbeiten. Und der erste Sieg der Vereinsgeschichte wurde bereits eingefahren. Mit 4:1 besiegte die Sänger-Elf den Roten Stern Wehringhausen beim Heimdebüt. Nachdem es gegen den TuS Esborn II eine 0:2-Niederlage gab soll aber im nächsten Pflichtspiel wieder ein Sieg her.

Raduda, den alle nur Cristian rufen, wird dann wieder die Außenbahn beackern.