„Das Bein und seine Gefäße“

Hagen. (Red./AnS) Eine Umfrage mit rund 3,6 Million Teilnehmern in den USA bestätigt: Mit dem Alter steigt die Zahl der Gefäßerkrankten deutlich. Verengte Arterien in den Beinen, krankhaft erweiterte Gefäße im Bauch und Gefäßverschlüsse im Gehirn – all diese Symptome weisen auf Arteriosklerose. Die Folgen für den Patienten – amputierte Gliedmaßen, Herzinfarkt oder Schlaganfall – sind nicht selten tödlich.

Auf die Gefahren von Gefäßschäden, deren Vorbeugung und Behandlung macht die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG) mit einem deutschlandweiten „Gefäßtag“ aufmerksam. Interessierte können sich auch in Hagen informieren. Die Klinik für Gefäßchirugie der Katholischen Krankenhaus GmbH und verschiedene Gesundheitsexperten aus der Volmestadt informieren am Samstag, 12. Oktober, von 10 bis 15 Uhr in der SIHK, Bahnhofstraße 18/Eingang Körnerstraße, über das Schwerpunktthema „Das Bein und seine Gefäße“.

Die groß angelegte US-Umfrage belegt, mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, Gefäßschäden zu erleiden, ganz erheblich. „Dies zeigt einmal mehr, dass wir früh gegensteuern müssen“, erklärt DDG-Präsident Professor Dr. med. Sebastian Debus. Vorsorge sei besser als Nachsorge, meint der Experte. Vorbeugungsprogramme haben gezeigt, dass gesunde Ernährung, Normwerte bei Körpergewicht und Blutdruck und die richtigen Medikamente die Schlaganfallrate um 40 Prozent senken können.

Gut durchblutet

Gespräche mit Fachleuten, Kurzvorträge, eine Podiumsdiskussion und Infostände erwarten den Besucher beim Hagener Gefäßtag, bei dem die Beine im Vordergrund stehen. Welche Gefäße befinden sich in den Beinen, wie versorgen sie die Beine mit Blut, wie wird es transportiert und wie werden Abfallstoffe entsorgt, welche Erkrankungen gibt es? Fragen, auf die Interessierte eine Antwort finden werden. Die Hagener Experten: „Wir möchten helfen, ein Bewusstsein für den Körper zu entwickeln, damit wir eine Diagnose stellen und eine Therapieempfehlung geben können. Damit unsere Beine als Fortbewegungsmittel funktionieren, müssen sie gut durchblutet werden. Hierzu brauchen wir die ’Gefäße’.“

Die Ärzte können dabei aufgrund der Symptomatik und der Beschwerden des Patienten die Erkrankung beurteilen und die Ursache finden. Sind es die Arterien, die Schmerzen verursachen, oder liegt eine venöse Erkrankung vor?

Venenstatus

Durch unterschiedliche Untersuchungsmethoden, die einfach durchzuführen sind, kann man erkennen um welche Krankheit es sich handelt, um dann eine weitere Diagnostik oder auch schon eine Therapie einzuleiten. Liegt eine „Schaufensterkrankheit“ vor, kann man an Hand einer Bildgebung in Zusammenarbeit mit den Radiologen und Angiologen ein Therapiekonzept im Sinne des Patienten besprechen. Manchmal kann man auch ohne Operation oder medikamentöse Therapie einen Erfolg erzielen. Bei den Krampfadern muss entschieden werden, ob eine Kompressionsbehandlung durchgeführt werden sollte oder ob eine Operation erforderlich ist.

Das Expertenteam, bestehend aus einem Angiologen, Radiologen, einem Physiotherapeuten, einem Chirurgen und einem Apotheker, informiert am Gefäßtag umfassend und wird einen Venenstatus erstellen. Darin sind sich die Volmestädter einig: „Wir wollen Ihnen Ihre Beine und deren Gefäße bewusst machen, damit Sie Beschwerden erkennen, rechtzeitig behandeln lassen und damit Ihre Beine Sie weiterhin gut durch das Leben tragen.“