„Das dunkle Geheimnis der Klutert“

Uwe Schumacher (Bildmitte) hat seinen neuen Fantasy-Roman „Der goldene Reif der Caenmore“ dem Hohenlimburger Erbprinzen Maximilian von Bentheim-Tecklenburg (2.v.r.) gewidmet. Darüber freuen sich Ennepetals Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen (l.), der Iserlohner Heimatforscher Dr. Wilhelm Bleicher (2.v.l.) und Klutert-Verlag-Chef Bernd Arnold (r.). (Foto: Michael Eckhoff)

Hagen. (ME) Der heimische Roman-Autor Uwe Schumacher ist gelernter Journalist. Das heißt, er ist Medienprofi und weiß nur zu gut, wie Zeitungsredakteure „ticken“. Am besten, man bietet ein „Sensatiönchen“ an – dann ist einem breite Aufmerksamkeit gewiss. Uwe Schumacher lockte jetzt mit einer vermeintlichen Sensation ins Schloss Hohenlimburg – und um der Veranstaltung den nötigen Rahmen zu geben, hatte der 55-Jährige auch gleich „Verstärkung“ mitgebracht: seinen Verleger Bernd Arnold (Klutert-Verlag), den Ennepetaler Bürgermeister Wilhelm Wiggenhagen und den Iserlohner Heimatforscher Dr. Wilhelm Bleicher.

Zusammen stellten sie Schumachers neuesten Fantasy-Roman „Der goldene Reif der Caenmore“ der Öffentlichkeit vor. Gewidmet ist das Werk dem Hausherrn von Schloss Hohenlimburg, Maximilian Erbprinz zu Bentheim-Tecklenburg. Auch der Erbprinz war natürlich zur Übergabe geladen – um sich zugleich im Mittelpunkt der „Sensation“ wiederzufinden. Schumacher hat (wieder-)entdeckt, dass der Erbauer der Hohenlimburg, Graf Dietrich von Isenberg, „um mehrere Ecken“ mit dem schottischen König verwandt war. Und weil der heutige Erbprinz ja indirekt ein Nachkomme des um 1240/50 im Lennetal wirkenden Isenbergers sei, habe Seine Durchlaucht Maximilian von Bentheim womöglich einen Anspruch auf den schottischen Königsthron, sofern dieser irgendwann wieder besetzt würde, so ein schmunzelnder Schumacher.

Immer besser

Der Erbprinz zeigte sich von dieser Erkenntnis nicht wirklich angetan, beeilte sich stattdessen zu betonen, er sei froh, dass die Geschichte des 13. Jahrhunderts in unserem Raum zunehmend besser aufgearbeitet werde. Das habe sich zuletzt besonders deutlich im Archäologischen Landesmuseum in Herne gezeigt, wo die Tötung des Erzbischofs Engelbert im Jahr 1225 im Focus der größten Mittelalter-Ausstellung stand, die jemals in Westfalen präsentiert worden ist („AufRuhr 1225“).

Zur Erinnerung

Zur Erinnerung: es war der Vater Dietrichs, Graf Friedrich von Isenberg, der eine Verschwörergruppe gegen den Erzbischof an- und dessen Tod herbeiführte. Nach dem dramatischen Ende Engelberts – bekanntlich ums Leben gekommen in einem Hohlweg am Gevelsberg – und nach der Hinrichtung Friedrichs 1226 in Köln kam es zu mannigfaltigen territorialen Veränderungen im Bereich des vorderen Sauerlandes. Der Aufstieg der Grafschaft Mark war ebenso eine Folge dieses Ereignisses wie auch die Entstehung der Grafschaft Limburg, die immerhin bis ins frühe 19. Jahrhundert bestand und unter anderem die Orte Berchum, Elsey und Letmathe umfasste.

Letzter Band

Roman-Autor Uwe Schumacher ist eigentlich gelernter Journalist. Aber seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit der Geschichte des Mittelalters in unserer Region. Sie bildet denn auch in seinen beliebten Romanen das Fundament für eine spannende Fantasy-Handlung. (Foto: Michael Eckhoff)

Mit unserer regionalen Geschichte des 13. Jahrhunderts beschäftigt sich Roman-Autor Uwe Schumacher seit vielen Jahren. Und irgendwann reifte in ihm der Gedanke, hieraus unter dem Serientitel „Das dunkle Geheimnis der Klutert“ eine Romanreihe zu machen. Mit „dem goldenen Reif der Caenmore“ erschien nun der siebte und letzte Band rund um die Helden Phei Siang, Fred und Pui Tien.

Dieser vorläufig letzte Band der beliebten Romanreihe lässt das Schicksal der schottischen Königsfamilie zur Zeit der normannischen Eroberung lebendig werden und lüftet schließlich das Geheimnis der rätselhaften Verbindung der Schumacherschen Helden mit dem tragischen Geschick der Grafen von Isenberg. Nach dem verzweifelten Versuch, ihr eigenes Schicksal zu ändern, um den Tod ihres ungeborenen Kindes ungeschehen zu machen, bleibt Schumachers zentrale Figur Phei Siang spurlos im Abgrund zwischen den Zeiten verschollen. Lebensgefährte Fred und Tochter Pui Tien kehren entmutigt und ohne Hoffnung auf ein Wiedersehen aus Südfrankreich nach Hause zurück.

Eine Asiatin?

Aber der größte Schock steht ihnen noch bevor. Denn als bald darauf in der Krypta der Abteikirche von Middelburg das Grab einer vor Jahrhunderten gestorbenen Gräfin von Holland geöffnet wird, stellt sich heraus, dass diese eine Asiatin gewesen sein muss. Doch erst die Entdeckung eines geheimnisvollen keltischen Armreifs am Skelett bringt die traurige Gewissheit: An den eingravierten Ornamenten erkennt Fred das Schmuckstück wieder, das ihm die Priesterin Esclarmonde für Phei Siang mitgegeben hatte. Anstatt sich nun mit dem Unvermeidlichen abzufinden, fasst Fred einen ungeheuren Plan: Trunken vor Sehnsucht nach der Liebe seines Lebens, will er die Endgültigkeit des Todes überwinden, um wieder mit seiner Phei Siang vereint zu sein…

Das Buch ist beim örtlichen Buchhandel erhältlich, kostet 14,95 Euro, enthält fast 600 Seiten sowie eine Ahnentafel der hochmittelalterlichen schottischen Könige.