„Das Glück der Erde“

Anja Bock und ihre Irish Cob Tinker Stute „Narnia“ genießen die Abendsonne kurz vor dem Ausritt. Auf dem Tücking haben die beiden ihr zu Hause und wurden dort bei einem ihrer Streifzüge von Pferdesportexperte Ekkehard Jandke zum Tag des Pferdesports in da

Anja Bock und ihre Irish Cob Tinker Stute „Narnia“ genießen die Abendsonne kurz vor dem Ausritt. Auf dem Tücking haben die beiden ihr zu Hause und wurden dort bei einem ihrer Streifzüge von Pferdesportexperte Ekkehard Jandke zum Tag des Pferdesports in da

Hagen. (cs) Unter dem Motto „Das Glück der Erde – Komm mit in die Welt der Pferde“ findet am morgigen Sonntag, 30. Juli, von 12 bis 17 Uhr der große Tag des Pferdesports statt. Zu sehen gibt es nicht wie in den Vorjahren ausschließlich Kutschen aus verschiedenen Epochen dieses Mal steht das Pferd an sich im Mittelpunkt. Der „beste Freund des Menschen“ wird im Rahmen einer Hundekutschen-Präsentation ebenfalls vertreten sein.
Ein Dreigestirn
Sowohl mit Pferd, als auch mit Hund nimmt die Hagenerin Anja Bock am Pferdesporttag teil. Vor die Kutsche gespannt werden dann jedoch weder die Irish Cob Stute „Narnia“, noch English Setter „Travis“. Die drei werden gleich zu Beginn von Moderator Ekkehard Jandke vorgestellt. Ergeben hat sich dies per Zufall, als ­Jandke die drei im Tückinger Wald traf und direkt begeistert vom Zusammenspiel aus Mensch, Pferd und Hund war.
Akademische Reitkunst
„Narnia ist von ihrer Statur her eigentlich nicht perfekt, ein langer Rücken, kleine Hinterhand, der große Kopf“, erklärt Anja Bock, „deswegen habe ich mich bewusst für die Ausbildung der akademischen Reitkunst nach Bent Branderup entschieden.“
Seit Beginn von Narnias Ausbildung begleitet Trainerin Celina Harich das Duo in diesem Bereich und unterstützt Anja Bock bei der behutsamen Ausbildung ihres Pferdes: „Die Dressur ist für das Pferd gemacht und nicht das Pferd für die Dressur“, weiß sie und stimmt ihre Arbeit mit Narnia deshalb individuell auf die Bedürfnisse des Pferdes ab.
Kommandos
Gute fünf Jahre kennen sich die beiden nun schon, nicht ganz so lang ist auch Hund Travis an Anja Bocks Seite. „Travis kommt aus einer spanischen Tötungsstation, und es war die ersten beiden Jahre wirklich nicht einfach mit ihm.“
Kaum vorstellbar, sieht man die beiden heute. Travis lässt seine „Mama“ nicht aus den Augen, beobachtet genau. Ähnlich wie seine große Gefährtin Narnia beherrscht er ­diverse Kommandos, über die so mancher Hundebesitzer staunen würde.
Harmonisches Bild
Sind die drei gemeinsam im Wald unterwegs, reicht ein simples „rechts“ oder „links“ und Travis weiß, was zu tun ist. „Einiges macht er schon ganz automatisch“, erklärt Anja Bock. Nähert sich den dreien beispielsweise ein Auto, reiht sich der English Setter anstandslos hinter Narnia am Straßenrand ein und wartet geduldig, bis die Gefahr gebannt ist. Da liegt die Vermutung häufig nahe, dass Hund und Pferd quasi absichtlich zusammen angeschafft wurden, ergeben die drei doch auch optisch ein überaus harmonisches Bild.
Vor allem Disziplin
Dass die drei heute so gut zusammen arbeiten, liegt tatsächlich ausschließlich an der Disziplin, die sie an den Tag legen. Seit Beginn von Narnias Ausbildung fahren die beiden regelmäßig zu Lehrgängen, bei denen nicht nur die Vierbeiner etwas dazu lernen. „In der akademischen Reitkunst ist auch die Theorie besonders wichtig, man lernt zum Beispiel viel über die Anatomie des Pferdes“, erklärt die Hagenerin.
Pferdesporttag
Wer selbst etwas über die Theorie rund ums Pferd lernen und sich ein Bild von Anja, Narnia und Travis, aber auch von vielen anderen engagierten Pferdesportlern und ihren Tieren machen möchte, kann dies am Sonntag bei normalem Museumseintritt im Freilichtmuseum tun. Gegen 17 Uhr ­endet die Veranstaltung mit einer mittelalterlichen Feuershow, in die Pferd und Reiter integriert sein werden.