Das Hagener Sportjahr 2016 im Rückblick, Teil 1: Tränen, Tore und Abschiede

Hagen. (hc/Red.) Das Sportjahr 2016 neigt sich seinem Ende zu – Grund genug, einmal auf seine Höhen und Tiefen zurückzublicken. Hier kommt der Rückblick auf die erste Jahreshälfte.
Januar
Als wahre „Comeback-Kids“ präsentierten sich die Bundesliga-Basketballer von ­Phoenix Hagen. Im ersten Spiel des neuen Jahres schafften sie es, einen 20-Punkte-Rückstand gegen Braunschweig noch umzubiegen.
Starke „Frühform“ zeigte auch Handball-Zweitligist VfL Eintracht Hagen. Gegen die beiden Erstligisten Bergischer HC und TBV Lemgo gab es nur knappe Niederlagen, Ligakonkurrent ASV Hamm-Westfalen wurde sogar besiegt. Eine rundum gelungene ­Vorbereitung.
Februar
Der Steuermann geht von Bord: Oliver Herkelmann verlässt Phoenix Hagen. „Nach über zehn Jahren bei uns hat er sich dazu entschlossen, ab März einer anderen Tätigkeit nachzugehen“, sagt Peter Brochhagen, Geschäftsführer von Phoenix Hagen. Auch in Zukunft wird der 47-Jährige den Feuervögeln im Herzen verbunden bleiben. „Wir gehen absolut freundschaftlich auseinander. Es war sehr wichtig für uns, dass wir in den vergangenen Wochen und Monaten auf den großen Erfahrungsschatz von Oliver Herkelmann zurückgreifen konnten“, erklärt Peter Brochhagen.
März
Es ist DIE Horrorszene des Sportjahres 2016. In der Begegnung zwischen Phoenix Hagen und dem amtierenden Meister aus Bamberg ist eine gute Viertelstunde gespielt. Die Volmestädter liegen mit 22:29 zurück, als D.J. Covington auf dem Spielfeld liegen bleibt. Augenblicklich verstummt die sonst so laute Arena am Ischeland, denn jeder weiß: Hier ist etwas Außergewöhnliches passiert. Der 24-jährige US-Boy erlitt ein Knieluxation und musste noch am Abend in einer Dortmunder Spezialklinik operiert werden. Ein Karriereende ist nicht auszuschließen.
Mit viel Enthusiasmus ist Claudia Zimmermann beim TC Rot-Weiß Hagen in ihre erste Amtszeit als 1. Vorsitzende gestartet. Sie wollte den Verein nicht nur wieder näher an den Spitzenbereich des Leistungssport führen, sondern auch für den Breitensport öffnen. Diese Mission scheint aber schnell gescheitert zu sein, bereits im Juni ist der Vorsitz des Vereins wieder vakant.
April
Die schlechten Nachrichten wollen für Hagener Basketballer nicht abreißen. Der Lizenzligaausschuss bestrafte ­Phoenix hart für den Verstoß gegen Lizenzauflagen: 40.000 Euro Strafe und sechs Punkte Abzug. Die Feuervögel erheben dagegen Einspruch und erhalten Milderung. Der ­finanziell schon angeschlagene Klub muss „nur“ 10.000 Euro an die Liga überweisen. Der Punktabzug bleibt aber bestehen.
Hiobsbotschaft auch für Eintracht Hagen. Keeper Jürgen Müller, großer Rückhalt der Grün-Gelben, fällt mit ­Mikrofrakturen am Knöchel für sechs Wochen aus und kann im Kampf um den Klassenerhalt nicht helfen.
Auch der TTC Hagen vermeldet alles andere als positiv Zeichen. Die Volmestädter verzichten auf die Lizenz für die Tischtennis-Bundesliga für die kommende Saison. Der Verein nennt dafür finanzielle Gründe.
Die örtlichen Sponsoren konzentrierten sich fast ausschließlich auf die Rettung der Basketballer von Phoenix Hagen, sagte TTC-Manager Horst Bartelmeß. Der TTC hatte drei Jahre in der höchsten Deutschen Liga gespielt. Zuletzt sei jedoch einer der Hauptsponsoren für die kommende Saison abgesprungen. Der Verein plant nun einen Neuanfang in der Oberliga.
Mai
Die Fußball-Saison endet, und wieder heißt es „Bäumchen wechsel dich“ in den einzelnen Ligen. In der Landesliga landet der SV Hohenlimburg auf Rang drei, während es für den Hasper SV mit nur fünf Pünktchen in die Bezirksliga runter ging. Dort war die SpVg. Hagen 1911 die bestimmende Mannschaft. Zehn Punkte Vorsprung hieß es am Ende der Spielzeit für die Hagener vor ­den ärgsten Verfolgern.
Juni
Positive Nachrichten für ­Phoenix Hagen: Die Feuervögel erfüllten die auflösenden Bedingungen im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens für die Saison 2016/2017. Der Lizenzligaausschuss der Beko BBL hatte dem Klub am 12. Mai 2016 eine Frist bis zum 30. Juni 2016 eingeräumt, um diese Bedingungen zu realisieren. Mit einem Schreiben vom 15. Juni bestätigte der Lizenzligaausschuss Phoenix nun, dass die auflösenden Bedingungen gemäß Lizenzbescheid erfüllt worden sind. „Wir sind sehr froh darüber, dass wir auch diesen wichtigen Schritt auf unserem Konsolidierungsweg erfolgreich gehen konnten“, sagt Hagens Geschäftsführer Peter Brochhagen.
Pechvogel der Handball-Saison ist dagegen Torhüter Jürgen Müller. Im Derby gegen den TuS Ferndorf brach er sich den Fuß und verabschiedete sich so vorzeitig von seinem Klub, der zudem den Abstieg in die 3. Liga „perfekt“ machte.
Am Samstag lesen Sie den zweiten Teil unseres Sportrückblicks auf das Jahr 2016.