(Abb.: Bundesfinanzministerium)

(AnS) Das neue Jahr lohnt sich – unter dem Strich bringt es mehr Geld. Der Wochenkurier nimmt erneut einige der lohnenden Änderungen unter die Lupe.

„Ein Riester-Bausparvertrag bleibt erste Wahl für Sparer, die mittel- bis langfristig in die eigenen vier Wände ziehen wollen“, urteilt das Verbrauchermagazin Finanztest (Ausgabe 11/17).

Ab 2018 lohnt sich die staatlich geförderte Eigenheimrente noch mehr: Statt 154 Euro beträgt die Grundzulage dann 175 Euro. Die Erhöhung gilt sowohl für Sparer, die einen Vertrag neu abschließen als auch für solche, die bereits einen Vertrag besitzen.

Zu den Förderberechtigten zählen alle Pflichtmitglieder der gesetzlichen Rentenversicherung sowie Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst. Auch Arbeitslose und Kindererziehende erhalten die Riester-Förderung. Selbstständige kommen in den Genuss der Förderung, wenn sie freiwillig gesetzlich versichert sind. Eine Sonderregelung gilt für Ehepaare: Ist nur ein Ehepartner förderberechtigt, erhält auch der andere die Riester-Förderung, wenn er selbst einen Riester-Vertrag abgeschlossen hat, vom Ehepartner nicht dauernd getrennt lebt und der förderberechtigte Ehepartner seinen Vertrag aktiv bespart.

Gefördert wird mit Wohn-Riester der Bau oder Kauf einer Immobilie und seit 2014 der Barriere-reduzierende Umbau. Zudem ist es in der Ansparphase jederzeit möglich, Mittel zu entnehmen und damit vorzeitig zu entschulden.

Kein 500-Euro-Schein mehr

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat beschlossen, die Herstellung der 500-Euro-Banknote dauerhaft einzustellen und sie nicht in die Europa-Serie aufzunehmen. Damit hat der EZB-Rat Bedenken Rechnung getragen, dass diese Banknote illegalen Aktivitäten Vorschub leisten könnte. Die Ausgabe des 500-Euro-Scheins wird gegen Ende des Jahres 2018 mit der geplanten Einführung der 100-Euro- und 200-Euro-­Banknoten der Europa-Serie eingestellt. Die anderen Stückelungen werden beibehalten.

Angesichts der internationalen Bedeutung des Euro und des großen Vertrauens in die Banknoten des Währungsraums bleibt aber der 500-€-Schein gesetzliches Zahlungsmittel und kann somit weiter als Zahlungsmittel und Wertspeicher verwendet werden. Wie die anderen Stückelungen der Euro-Banknoten wird der 500-€-Schein seinen Wert auf Dauer behalten: Er kann unbefristet bei den nationalen Zentralbanken des Eurosystems umgetauscht werden.

Karte ohne Gebühren

Das wird viele Nutzer freuen: Bei Kartenzahlungen fallen keine Gebühren mehr an. Bei Kartenzahlungen, Überweisungen und Lastschriften fallen in ganz Europa die Gebühren europaweit weg.

Ende der TAN-Liste

Das TAN-Verfahren mit einer Papierliste hat ab dem neuen Jahr ausgedient. Der Nutzer muss sich für ein anderes Verfahren entscheiden.

Frist für Steuererklärungen

Ab dem Steuerjahr 2018 muss die Steuererklärung erst bis zum 31. Juli des Folgejahres beim Finanzamt abgegeben werden. Wenn ein Steuerberater die Steuererklärung für den Steuerpflichtigen erstellt, hat dieser künftig bis zum letzten Tag im Februar des übernächsten Jahres Zeit. Das heißt, für die Steuererklärung 2018 bis zum 29. Februar 2020.

Keine VL-Bescheinigung

Wer die Arbeitnehmer-Sparzulage für vermögenswirksame Leistungen im Rahmen der Steuererklärung beantragen wollte, bekam dafür bisher vom Anlageinstitut jährlich eine Bescheinigung – die „Anlage VL“. Diese Anlage entfällt künftig.

Weitere Neuerungen:

  1. Mutterschutz, Riester, Reisegesetz
  2. Das Plus im Geldbeutel
  3. Gesunde Geldbörse