Eugen-Richter-Straße: Ärger

Hagen. (san) Etlichen Unmut gab es bereits mit der Ankündigung, dass die Eugen-Richter-Straße aufgrund von Bauarbeiten nun bis weit ins nächste Jahr gesperrt sein werde. Am vergangenen Montag erfolgten dann Sperrung und Umleitung ab dem Kreuzungsbereich Rehstraße aus Richtung Haspe sowie an der Querung Borsigstraße aus Richtung Innenstadt.

Besonders herausgefordert fühlen sich seitdem die Anwohner des betroffenen Viertels, da nicht nur der Umleitungsverkehr durch die engere Lange Straße führt. Der Borsigstraße sind einseitig alle Parkplätze entzogen – bei bereits im Regelzustand bestehendem Parkdruck. So gesellen sich in der staugeplagten Umleitung im Feierabendverkehr diejenigen Fahrer, die Runde um Runde nach einer Parklücke suchend drehen. Die Anwohner sind verständlicherweise „stinksauer“.

Aufklärung

In dieser Woche hat es eine zweite Informationsveranstaltung in Halden zur Unterbringung von Flüchtlingen in der bisherigen Wilhelm-Busch-Schule gegeben. Rund 170 Anwohner konnten in der Friedenskirche ihre Fragen stellen und ihre Bedenken vortragen, die unter anderem von Oberbürgermeister Erik O. Schulz beantwortet wurden. Momentan wohnen 150 Menschen in der Einrichtung, es sind dort Kapazitäten für weitere 100 Flüchtlinge ausgelegt.

HHBV: Trauer

Er war eine feste Größe in und für Haspe: Rolf Friedhoff ist tot. Als Feuerwehrmann fungierte er als Einheitsführer bei der Löschgruppe Haspe, fest verankert war er mit den Traditionen der Kirmes, erst war er „Flöhehüter“ (Kassierer), dann kam das Iämpeströter-Amt, schließlich wurde er sogar Präsident des Hasper Heimat- und Brauchtumvereins (HHBV). Sein „Kind“ war allerdings der Verein „Arbeit schaffen in Haspe“ (AS), dem er ebenfalls vorsaß und der seit Jahren einen erheblichen Beitrag zur Stadtsauberkeit leistet.

Damit trauert der HHBV innerhalb kurzer Zeit bereits ein zweites Mal um einen Brauchtumsfreund – denn erst vor wenigen Wochen verstarb mit Edmund Eckhoff der „Retter des Hasper Löwen-Denkmals“. Das von Vandalen zerstörte Löwen-Kunstwerk wurde vor einigen Jahren von Edmund Eckhoff – übrigens ein Schwager von Rolf Friedhoff – in wochenlanger Puzzlearbeit zusammengeklebt, so dass es anschließend wieder vor der evangelischen Kirche an der Frankstraße aufgestellt werden konnte.

Zum Glück

Bereits seit dem 17. Oktober wurde ein 70-Jähriger Hagener vermisst. Dieser hatte sich in dieser Woche selbst in ein Krankenhaus außerhalb von Hagen begeben, ohne seine Angehörigen darüber zu informieren. Nun ist er wohlbehalten wieder zu Hause.

Misslungen

In Wetter rief ein Unbekannter mehrmals bei einer 91-jährigen Seniorin an und gab sich als ihr Enkel „Michael“ aus, den es tatsächlich in der Familie gibt. Die Person sagte, dass sie 30.000 Euro für einen neuen Pkw bräuchte. Dieses Geld solle die Seniorin von der Sparkasse abholen und ihm leihen. Die Dame ging daraufhin auch zur Bank, bekam jedoch das Geld nicht, da sie ihren Ausweis vergessen hatte. Einen erneuten Anruf des Unbekannten bekam dann aber der Sohn der Seniorin mit und meldete sich auf den Anruf. Es wurde prompt sofort aufgelegt.

Die Polizei warnt eindringlich vor dem hier vorliegenden Enkeltrick. Oftmals suchen Trickbetrüger in Telefonbucheinträgen gezielt nach Vornamen, hinter denen sie ältere Menschen vermuten. Sie geben sich dann als Enkel oder Neffe aus. Dabei beginnen sie ihr Gespräch oft mit den Worten „Rat mal wer dran ist?“. Der Angerufene nennt dann einen Namen und unter Ausnutzung dieser Informationen versuchen sie schließlich an Bargeld zu gelangen. Echte Verwandte sollten ein Hilfeersuchen immer unbedingt persönlich tätigen.

Polizeitipp: Nehmen Sie solche Hilfeersuche über das Telefon nie an! Stellen Sie Fragen, die nur ein echter Verwandter wissen kann, um herauszufinden, ob er es wirklich ist. Ziehen Sie eine weitere Person hinzu.