Das war die Woche in Hagen

Hagen. (san) Feuerwehr und Polizei hatten gut zu tun in diesen Tagen. Und die aktuelle Zuweisung von weiteren Flüchtlingen fordert die städtischen Mitarbeiter ebenso wie die ehrenamtlichen Helfer. Dringend werden auch weitere Freiwillige, vor allem Mediziner, gesucht. Im Hagener Theater standen die Verantwortlichen auch in den vergangenen Tagen unter einem enormen Spardruck – stellten gleichwohl aber einen neuen Kapellmeister vor.

Theater: Neuer Kapellmeister

Mihhail Gerts ist neuer erster Kapellmeister und Stellvertreter des Generalmusikdirektors beim Philharmonischen Orchester am Theater Hagen.(Foto: Kaupo Kikkas)
Mihhail Gerts ist neuer erster Kapellmeister und Stellvertreter des Generalmusikdirektors beim Philharmonischen Orchester am Theater Hagen.(Foto: Kaupo Kikkas)

Mihhail Gerts ist neuer erster Kapellmeister und Stellvertreter des Generalmusikdirektors beim Philharmonischen Orchester am Theater Hagen. Er gehört zu den profiliertesten estnischen Dirigenten der jüngeren Generation. Von 2007 bis 2014 war Mihhail Gerts Kapellmeister an der Estnischen Nationaloper in Tallinn, Gastengagements führten ihn zum Teatro La Fenice in Venedig und ins Teatro delle Muse nach Ancona, St. Petersburg, Minsk und Leipzig waren weitere Stationen.

Brände halten Feuerwehr in Atem

Durch zwei Brände kam es am Montagmorgen, 24. August, zu größeren Einsätzen der Hagener Rettungskräfte. Gegen 7 Uhr geriet im 2. Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Dreieckstraße die Küche in Brand und die Bewohner, eine 33-jährige Frau, ihre drei, acht und elf Jahre alten Kinder, sowie ihr 35-jähriger Lebensgefährte atmeten dabei Rauchgase ein und kamen mit Rettungswagen ins Krankenhaus. Auch wenn der Brand schnell gelöscht werden konnte, war die Wohnung nicht mehr bewohnbar (wir berichteten ausführlich).

Um 10 Uhr kam es durch Flex-Arbeiten im Keller der Volme-Galerie zum Brand von Kunststoffteilen. Das führte zu einer erheblichen Rauchentwicklung, sodass die Feuerwehr mit zwei kompletten Löschzügen im Einsatz war. Der eigentliche Brand war schnell gelöscht, das Lüften des Bereichs unter dem Parkhaus dauerte deutlich länger.

In einem dritten Fall schließt die Kripo Brandstiftung nicht aus: Bereits am Freitagabend, 21. August, gegen 20.50 Uhr brannte ein Gartenhaus in einer Anlage an der Batheyer Straße komplett aus. Es entstand Sachschaden in Höhe von etwa 10.000 Euro. Etwaige Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei Hagen unter Tel. 986-2066 zu melden.

Rechtsextreme Schmierereien

Im Bereich der ehemaligen Spielbrinkschule sind rechtsextreme und ausländerfeindliche Farbschmierereien entdeckt worden. Mehrere Zeugen hatten sich deswegen bei der Polizei gemeldet, die Beamten entdeckten Hakenkreuze und Parolen im Bereich der Schule, an einer Bushaltestelle und am Baseballplatz. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Schule ist seit gut zehn Tagen Notunterkunft für bis zu 300 Flüchtlinge.

Die Hagener CDU-Bundestagsabgeordnete Cemile Giousouf fordert ein entschiedenes Vorgehen gegen die rechtsextremen Schmierereien. „Die Schmierereien sind eine Schande für unsere Stadt. Rechtsextreme Schmierereien sind keine Dumme-Jungen-Streiche, wir dürfen diese nicht dulden.“

Stadt nimmt Flüchtlinge auf

Und das steht am heutigen Samstag noch an: Auf dringende Bitte der Bezirksregierung Arnsberg bringt die Stadt Hagen am Nachmittag circa 150 Flüchtlinge auf dem Gelände der ehemaligen Delsterner Firma Könemann unter. Zu diesem Zweck wurde das ehemalige Firmengebäude just am Donnerstag angemietet. Im Laufe der nächsten Woche rechnet die Stadtverwaltung mit weiteren 250 Asylbewerbern, welche in der Einrichtung unterkommen. Insgesamt umfasst die Unterkunft eine Kapazität von rund 800 Plätzen. Anfang nächster Woche plant die Stadtverwaltung eine Bürgerinformationsveranstaltung.

Angesichts dieser Aufnahme von Flüchtlingen in Delstern sucht das Gesundheitsamt der Stadt Hagen für die Erstuntersuchung und Impfung in dieser Einrichtung engagierte Mediziner. Gefragt sind hier neben niedergelassenen Hausärzten, Ärzten aus Krankenhäusern oder Ärzten im Ruhestand insbesondere Kinderärzte. Wer sich hier einbringen möchte, meldet sich unter Tel. 02331/ 207-3691 oder schickt eine E-Mail mit seinen Kontaktdaten an gesundheitsamt@stadt-hagen.de.

Gegen Diebe

Die Hagener Polizei beteiligte sich in dieser Woche an einer landesweiten Aktion gegen Taschendiebe. Ein Beratungsmobil gab es im Volkspark und etliche Polizisten waren in der Innenstadt unterwegs, um diverse Langfinger festzunehmen.