Das war die Woche in Hagen

Hagen. (anna) Die Woche verlief, abgesehen von ein paar Schauern am Donnerstag, 28. Juli 2016, recht sommerlich. Auch der Sommerschlussverkauf war in vollem Gange.

Nicht zufrieden

Der Hagener Einzelhandel bot Rabatte von bis zu 70 Prozent an. Allerdings waren die Händler mit dem Geschäft bisher nicht zufrieden. Die Lager sind noch mit sehr viel Sommerware gefüllt. Ab nächste Woche kommt bereits die Herbstware in die Läden.

Pokémon-Hype

Pokémons ziehen ziemlich viele Menschen nach Hagen. Das beliebte Online-Spiel, bei dem kleine Monster gejagt werden, hat auch hier einen Hype ausgelöst. Per GPS, mobilem Internet und durch Lockmodule erscheinen die Figuren standortbezogen auf den Handydisplays der Spieler. Beliebte Orte sind derzeit der Volkspark und die Volmebrücke am Kreisel nahe dem  Sparkassen-Karree. Aufgrund des hohen Vorkommens der virtuellen Monster im Stadtgebiet kommen Besucher dafür sogar extra nach Hagen.

Buch zur Varta

Mehrere Hagener schreiben derzeit ein Buch über die Geschichte der Varta und ihres Vorgängers „Accu“. Mit dabei sind das Stadtarchiv, das Westfälische Wirtschaftsarchiv, der Hagener Heimatbund und langjährige Mitarbeiter der Firma. Am Dienstag fand hierzu ein Treffen in der SIHK statt Die Batterien aus Hagen haben Geschichte geschrieben, sie waren in den Weltkriegen ein wichtiger Teil deutscher U-Boot-Ausstattungen.

Muschelsalat

Im gut besuchten Muschelsalat im Volkspark gab es am Mittwochabend Musik aus Syrien. Die Band „Khebez Dawle“ trat zusammen mit einer Sängerin aus Marseille auf: „Siska“. Wieder eine gelungene Veranstaltung.

Jakobuskirmes

Seit Freitag, 29. Juli, läuft die Jakobuskirmes in Breckerfeld. Bis zum Montag dauert das Kirmes-Spektakel noch an.

Wasserversorgung

Am Donnerstag mussten viele Eilper auf frisches Wasser verzichten. Zwischen 8 und 16 Uhr brachte die „Enervie Vernetzt“ die Versorgungsleitungen auf den neuesten Stand.

Marihuanaplantage

Besorgte Anwohner am Bergischen Ring dachten am Dienstag, ihr Nachbar liege tot in der Wohnung. Doch als die Polizei die Wohnung öffnete, stieß sie auf eine Drogenplantage. Am Dienstagabend wurde der Polizei mitgeteilt, dass ein Anwohner schon seit Tagen nicht mehr gesehen wurde und aus seiner Wohnung ein modriger Geruch wahrzunehmen war. Die eingesetzten Polizeibeamten fuhren zu der Anschrift, klopften ohne Erfolg an der Tür des 35-jährigen Mieters. Keiner hatte den Mann in den letzten Tagen gesehen und der muffige und modrige Geruch ließ das Schlimmste befürchten.

In einem Raum, dessen Tür mit einer Schaumstoffmatratze abgedeckt war, stießen die Polizisten stattdessen auf eine kleine Marihuanaplantage. Vier Pflanzen wurden künstlich beleuchtet und der typische Cannabisgeruch in Verbindung mit künstlichen Duftstoffen verursachte das verdächtige Aroma. Von dem Mieter gibt es nach wie vor keine Spur, wenn er nach Hause gekommen ist, wird sein bisheriger Wohnungsschlüssel nicht mehr passen, da der Schließzylinder ausgetauscht wurde.

Autorennen

Am Montag ist in Dortmund wieder ein Hagener bei einem illegalen Autorennen aufgefallen. Der 32-Jährige hatte sich ein Rennen mit einem anderen Fahrer geliefert.  200 Autos hat die Polizei in den letzten Tagen am Dortmunder Ostwall kontrolliert.

Der erwischte Hagener bekommt eine Strafanzeige und seine Eignung, überhaupt einen Führerschein haben zu dürfen, wird überprüft.

Raser angeklagt

Nur zwei Monate nach dem furchtbaren Raser-Unfall auf der Feithstraße soll zeitnah Anklage gegen die beiden Verursacher erhoben werden.

Die beiden Fahrer, die sich Mitte Mai auf der Feithstraße ein Rennen geliefert und dabei einen der schwersten Verkehrsunfälle der jüngeren Vergangenheit in Hagen verursacht haben, waren mit fast 100 Stundenkilometern über die Feithstraße gerast, mussten einem ausscherenden Auto ausweichen und gerieten in den Gegenverkehr. Dort rammten sie zwei Fahrzeuge und verletzten einen Mann sowie eine Mutter mit ihren zwei Kindern schwer. Der Fahrer des Audi A6 flüchtete zunächst. Der Skoda-Fahrer kam verletzt ins Krankenhaus.

Planetenmodell

Für die Stadt wird das Planetenmodell zu einem Problem: Eine Rentnerin (77) war in der Fußgängerzone auf der regennassen Bronzeplatte des Mars ausgerutscht, hatte sich dabei schwer verletzt. Bereits im Oktober sprach deshalb das Landgericht der alten Dame 5000 Euro Schmerzensgeld zu. Die Kommune rief das Oberlandesgericht Hamm an – doch dort wurde am Donnerstag die Entschädigung sogar auf 6500 Euro erhöht.

Im Urteil des Landgerichts wurde die Kommune deutlich getadelt: Die Stadt habe trotz Kenntnis vom schlechten Zustand der Bronzeplatten eine Sanierung einfach unterlassen. Die stumpfe Antirutschbeschichtung aus Harz und schwarzem Steinmehl, die der Künstler Klaus Herleb in den 70er Jahren aus Sicherheitsgründen auf die glatte Oberfläche aufgetragen hatte, sei „nahezu vollständig abgetreten“.

Unfall mit Kindern

Am Mittwoch befuhr ein 65-jähriger Autofahrer mit seinem Citroen die Nöhstraße in Richtung Funckenhausen. Um 15.50 Uhr stieß er aus bislang ungeklärter Ursache gegen den Mercedes GLK einer 35-jährigen Autofahrerin, die ihm mit ihrem Fahrzeug in Fahrtrichtung Weststraße entgegen kam. Die 35-Jährige hatte ihren Angaben zufolge zuvor noch vergeblich versucht, auszuweichen.

Die Mercedes-Fahrerin war mit ihren beiden Kinder im Alter von 11 Monaten und 5 Jahren unterwegs. Die Mutter und ihre Kinder wurden vorsorglich einem Krankenhaus zugeführt. An den Autos entstand ein Gesamtschaden von rund 13.000 Euro.