Das war die Woche in Hagen: Polizei hatte viel zu tun

Hagen. (san) Mal wieder viel Arbeit gab es in der zehnten Kalenderwoche für die Polizei, aber die war durchaus erfolgreich.

So konnte die Hagener Kriminalpolizei am vergangenen Mittwoch in Haspe einen international gesuchten Betrüger festnehmen. Die Behörden werfen dem 61-jährigen Mann aus Sizilien vor, sich im Jahr 2008 als Rechtsanwalt ausgegeben zu haben. Er täuschte eine Frau und veranlasste sie, ihm 120.000 Euro anzuvertrauen. Ein Gericht in Palermo verurteilte den Betrüger zu zwei Jahren Freiheitsstrafe.
Ermittlungen ergaben, dass sich der 61-Jährige nach Deutschland absetzte. Die italienische Justiz erwirkte einen europäischen Haftbefehl. Die Hagener Kripo griff den Schwindler in der „Neue Straße“ auf und nahm ihn fest.
Schule geschützt
Ausschließen wollte die Polizei nicht, dass sich der gesuchte – und mittlerweile gefasste – mutmaßliche Kindermörder Marcel H. aus Herne in der Nähe des Wetteraner Geschwister-Scholl-Gymnasiums aufhalten könnte.
Am Mittwochvormittag entschied die Polizei mit der Schulleitung, dass die Schüler unter Aufsicht der Lehrer in den Klassenräumen verbleiben. Zeitgleich wurde das Schulgelände durch Polizeikräfte abgesperrt. Die Schulklassen wurden nach und nach aufgesucht und durch gesicherte Korridore aus dem Gebäude in die angrenzende Turnhalle geführt.
Die abschließende Durchsuchung des vollständigen Gebäudekomplexes erbrachte keinen Hinweis auf Personen oder Gegenstände, von denen eine Gefahr für die Schüler und Lehrer hätte ausgehen können.
Mordkommission ermittelt
Und auch am Donnerstag musste die Hagener Polizei helfen: In einer Wohnung in der Hagener Straße in Gevelsberg ist die Leiche einer 41-jährigen Frau gefunden worden.
Nach ersten Ermittlungen ist sie durch eine Gewalttat zu Tode gekommen. Später meldete sich ein 55-jähriger Mann bei der Polizeiwache Gevelsberg und räumte die Tat ein. Eine Mordkommission der Polizei Hagen ermittelt derzeit die Hintergründe zur Tat.
Kampf ums Krankenhaus
Ganz andere Sorgen plagt nach wie vor die Elseyer Bürger. Beharrlich kämpfen sie weiter um ihr Krankenhaus vor Ort. Dieses soll ausschließlich einen psychiatrischen Schwerpunkt bekommen. Vielen ist dies jedoch zu wenig, sie fordern eine weiterhin verbleibende medizinische Grundversorgung, damit insbesondere Senioren und Schwangere kurze Wege haben. Gespräche mit Vertretern der Stadt sind deshalb angesetzt worden.