Das war die Woche in Hagen

Hagen. (san) Um die berufliche Situation in der Volmestadt ging es für etliche Menschen in dieser Woche. Weil es dabei Positionen im öffentlichen Dienst betraf, geht das auch viele Bürger an, denen sie dienen.

Neuer Jobcenter-Chef: Die Stelle der Geschäftsführung des Hagener Jobcenters soll innerhalb der Stadtverwaltung ausgeschrieben und das Auswahlverfahren durch eine Findungskommission begleitet werden – so schlug Oberbürgermeister Erik O. Schulz der Kommission für Beteiligungen und Personal der Stadt Hagen im Rahmen ihrer Sitzung am Dienstag vor. Denn laut Ratsbeschluss liege das Besetzungsrecht der Geschäftsführung bei der Stadt Hagen. Nach eingehender Diskussion fand dieses Vorgehen die einmütige Zustimmung seitens der Politik. Die Federführung dieses Verfahrens wird bei Sozialdezernentin Margarita Kaufmann liegen.

Die Neubesetzung des Geschäftsführungspostens ist nötig geworden, nachdem die bisherige Jobcenter-Geschäftsführerin Eva-Maria Kaus-Köster mit der Begründung eines gestörten Vertrauensverhältnisses zu OB Schulz vorzeitig abberufen wurde. Ihr Vertrag läuft regulär mit Ende dieses Jahres aus.

Alte Forderung: Am landesweiten Streik der angestellten Lehrer beteiligten sich am Donnerstag auch Pädagogen in Hagen, so am Fichte-Gymnasium und an der Boeler Fritz-Steinhoff-Gesamtschule. Die Zahl der in den Ausstand Getretenen blieb unter zehn Personen und machte sich vor Ort kaum bemerkbar. Rund ein Fünftel aller Lehrer in NRW arbeiten im Angestelltenverhältnis, die im Vergleich zu ihren verbeamteten Kollegen bis zu 500 Euro weniger verdienen. Sie fordern deshalb – wie schon seit Jahren – eine bessere Bezahlung.

Neuer Polizei-Chef: Es hatte sich bereits herumgesprochen, aber erst in dieser Woche wurde es amtlich: Wolfgang Sprogies wird neuer Polizeipräsident in Hagen. „Wolfgang Sprogies ist ein ausgewiesener Polizeiexperte und hat bereits viel Erfahrung in der Führungsspitze von Polizeipräsidien gesammelt“, erklärte NRW-Innenminister Ralf Jäger. „Er zeichnet sich durch hohe soziale Kompetenz und Zuverlässigkeit aus.“ Der 59-jährige Sprogies tritt am 1. April 2015 die Nachfolge von Frank Richter an, der die Leitung des Essener Polizeipräsidiums übernimmt.

Der gebürtige Berliner war nach Abschluss seines Jurastudiums ab 1985 in verschiedenen Funktionen in der NRW-Landesverwaltung tätig. Von 1993 bis 1999 leitete er im Polizeipräsidium Hagen die Abteilung Verwaltung. Die gleiche Funktion nahm er von 2005 bis 2014 im Bochumer Polizeipräsidium wahr. In beiden Funktionen war er gleichzeitig Vertreter des Polizeipräsidenten. Seit Februar 2014 ist er Abteilungsleiter für Ordnungsrecht, Gesundheit, Sozialwesen, Gefahrenabwehr und Verkehr bei der Bezirksregierung Münster.