Denkmäler-Tour durch Hagen

Hagen. (Red.) Sie zählt zu den herausragenden Ausstellungen des Jahres im hiesigen Raum: „Weltenbrand – Hagen 1914“, gezeigt im Osthaus-Museum. Natürlich gibt es auch ein Rahmenprogramm. Zum Beispiel Stadtrundfahrten zu Hagener Kriegsdenkmälern.

Mit Michael Eckhoff

Hagen ist eine Stadt der Denkmäler. In den 1920er Jahren wurden – zur Erinnerung an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs – insbesondere Kriegs- und Kriegerdenkmäler aufgestellt, die uns heute in ihrer Symbolik oft eher befremdlich erscheinen.

Ihnen gilt bei dieser Stadtrundfahrt unser besonderes Interesse. Im Mittelpunkt stehen das Ehrenmal Haspe sowie vier Monumente, die Heinz Dammann zwischen 1925 und 1927 im Raum Hagen schuf. Dammann entwarf seinerzeit reichsweit zahlreiche Krieger- und Grab-Denkmäler. In jener Epoche galt er als bedeutender Bildhauer, wobei seine große Nähe zu rechten Kreisen nicht unbeachtet bleiben darf. Die vier hiesigen Denkmäler-Aufträge realisierte er in den einst selbstständigen Gemeinden Boele, Herbeck, Holthausen und Vorhalle, finanziert fast durchweg mittels Spenden.

Die dreistündige Bustour beginnt am kommenden Samstag, 7. Juni (Abfahrt um 14 Uhr) am Kunstquartier, Museumsplatz 1 (Navi: Hochstraße 73) in Hagen und wird in Kooperation mit dem Hagener Heimatbund unter Leitung von Michael Eckhoff (Vorstand des Hagener Heimatbundes) durchgeführt. Gegen 17 Uhr endet die Tour auch am Kunstquartier. Die Teilnahmekosten betragen pro Gast 15 Euro und werden zu Beginn der Stadtrundfahrt erhoben.

Eine verbindliche Anmeldung ist unter 02331/ 207-2740 oder per Mail unter kunstfuehrungen@stadt-hagen.de erforderlich. Weitere Denkmäler-Stadtrundfahrten im Rahmen der Ausstellung „Weltenbrand – Hagen 1914“ sind am 26. Juli und 2. August 2014 vorgesehen.

Ausstellung: Führung

Die Ausstellung „Weltenbrand – Hagen 1914“ präsentiert der Hagener Fachbereich Kultur bis zum 10. August im Osthaus-Museum – ein Gemeinschaftswerk vom Osthaus-Museum, dem Hagener Stadtmuseum sowie dem Stadtarchiv und dem Karl-Ernst-Osthaus-Archiv. Kunstwerke und historische Objekte stehen in der Ausstellung gleichrangig nebeneinander. Sie erzählen vom Krieg 1914 bis 1918, aber auch von der Zeit davor und danach. Soldaten brachten Erinnerungsstücke in die Heimat. Künstler versuchten ihre Erlebnisse aufzuarbeiten. Die Präsentation ermöglicht einen spannenden Rundgang durch die Kulturgeschichte der Stadt und ihrer Bürger.

Der einstündige Rundgang durch die Ausstellung beginnt am kommenden Sonntag, 8. Juni 2014, um 11:15 Uhr im Osthaus-Museum. Zusätzlich zum regulären Eintrittspreis wird ein Führungsentgelt in Höhe von 5 Euro erhoben. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Allerdings kann nur eine begrenzte Teilnehmerzahl mitgenommen werden.