Der digitale Fallschirm: Vorsorge für den IT-Notfall

Hagen. „Sehr geehrter Kunde, auf Grund gravierender Sicherheitslücken in einigen Online-Banking Sicherheitsverfahren, ist die Deutsche Bankengemeinschaft dazu verpflichtet unmittelbar zu handeln.“ Bei dieser und ähnlich klingenden E-Mails sollten die Alarmglocken läuten, darauf weist Dr. Michael Dolny hin; er ist bei der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) für das Thema IT und Internet zuständig.
Täglich landen derartige Schreiben in den Postfächern von Privatleuten und Unternehmen. Mal ist der (angebliche) Absender eine bekannte Bank, mal ein Online-Versender oder manchmal eine Fantasie-Firma.
Im konkreten Fall sei eine 27 Euro teure Überprüfung der Personendaten bei der Hausbank nötig. Alternativ wird ein kostenfreier Onlinecheck bei der „Deutschen Bankengemeinschaft“ angeboten.
Wer nun sparsam sein möchte und auf den angebotenen Service-Link klickt statt die Mail gleich zu löschen, verseucht seinen Computer mit einem Verschlüsselungstrojaner (auch Ransomware genannt). Ohne Zahlung eines Lösegeldes sind anschließend alle Daten verloren.
Neben der wachsenden Gefahr durch Hacker und Schadsoftware gibt es aber noch weitere Bedrohungen für den eigenen Rechner: „Viele Anwender unterschätzen die Risiken von Hardwareausfall, Benutzerfehlern oder defekter Software“, weiß Dolny.
Doch wie kann man sich vor derartigen IT-Gefahren schützen? Das ist laut Dolny eigentlich gar nicht so schwierig: Zum einen sollten Programm-Updates möglichst schnell installiert werden, denn dadurch werden viele Sicherheitslücken verschlossen. Zum anderen gilt es für Anwender mehr denn je, sorgsam mit der Technik umzugehen. Das betrifft insbesondere den Umgang mit verdächtigen E-Mails.
Daten sichern!
Die wichtigste Sicherungsmaßnahme ist nach wie vor eine regelmäßige Datensicherung: „Ein Virusbefall oder Hardwareschaden lässt sich niemals zu 100 Prozent verhindern. Ein funktionierendes Backup der eigenen Dateien ist dann der Fallschirm für die digitale Existenz.“
Noch mehr Tipps zur Vorsorge vor IT-Gefahren und (kostenfreie) Programme finden sich im „IT-Notfallkoffer“ auf www.sihk.de/it-notfall.