Der Fall „Amira“ endete tragisch

Bengalkatze Amira lebte sieben Jahre lang am Ischeland und kannte ihre Wege. In der Nacht auf Rosenmontag wurde sie von einem Auto überfahren. (Foto: privat)

Hagen. (cs) Eine wahre Schönheit und der Liebling ihrer Familie war Amira, die 7-jährige Bengalkatze, die ihr ganzes Leben lang schon rund um den Ischeland unterwegs war und sich dort bestens auskannte. Als klug und vor allem rassetypisch schnell war sie in ihrem Viertel bekannt und trotzdem konnte sie in einer kalten Karnevalsnacht einem Fahrzeug nicht mehr ausweichen.

Fünf Tage vermisst

Doch bevor die tragische Nachricht über Amiras Tod für ihre Familie Gewissheit wurde, musste Besitzerin Sonja B. mit ihrer Mutter durch die Hölle gehen. Zwischen dem Verschwinden von Amira am Montag und dem Auffinden ihres Leichnams in einem Gebüsch am Straßenrand lagen fünf Tage.

Verwirrspiel

Fünf quälende Tage für Amiras Familie. Zwar lieferte ein Passant am Mittwoch Informationen über Amiras Verbleib, widersprüchliche Aussagen über den Polizeieinsatz und den Fund einer Katze machten die Suche jedoch zu einem Verwirrspiel. Bestätigen konnten die Beamten zunächst nämlich nur eine tot aufgefundene schwarze Katze, nicht jedoch einen Einsatz bezüglich der Bengalkatze Amira.

Die Ungereimheiten konnte letztlich nur derjenige auflösen, der Amira bereits am frühen Rosenmontagmorgen auf der Straße fand und die Polizei benachrichtigte: Ein freundlicher Mitarbeiter des Westfalenbades half Sonja B. dabei, ihre Amira zu finden und zu identifizieren.

Am vergangenen Freitag bestand dann kein Zweifel mehr daran, dass es sich bei einer im Gebüsch befindlichen Katze „Am Sportpark“ um Amira handelte. Ihre letzte Ruhe wird die kleine Katze nun im Kreise ihrer Familie finden, die sie inzwischen hat einäschern lassen.