Der „Gläserne Bürger“ des Digital-Zeitalters

Hagen. Kein Wintersemester an der Fachhochschule Südwestfalen ohne die Hagener Hochschulgespräche. Die erfolgreiche Vortragsreihe geht bei ihrer 26. Auflage unter dem Titel „Fortschrittsambivalenzen“ an den Start. An insgesamt fünf Terminen zwischen Oktober und Dezember 2015 referieren und diskutieren Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft über folgende thematische Schwerpunkte: Datenschutz, Industrie 4.0, Fairplay im Profisport, die mögliche Schieflage des Hochschulsystems sowie die Gefahren eines digitalen Blackouts.

Die Reihe startet am Donnerstag, 29. Oktober 2015, mit einer Diskussion zur Frage „Wie unterdrück- und erpressbar ist der Gläserne Bürger?“. In Zeiten einer vernetzten Gesellschaft wird das Thema Datenschutz zunehmend zur Herausforderung. Die Bezeichnung „Gläserner Bürger“ steht als Metapher für die vollständige Erfassung und Durchleuchtung eines Menschen sowie seines Verhaltens. Doch was bedeutet es, zunehmend transparenter zu werden? Mit welchen Gefahren sieht sich ein „Gläserner Bürger“ konfrontiert? Werden Menschen im digitalen Zeitalter vielleicht zunehmend unterdrück- und erpressbar?

„Diesen Fragen wollen wir nachgehen und zudem Impulse geben für ein bewussteres Agieren in einer vernetzten Welt“, erläutert Organisator Prof. Dr. Andre Coners. Dafür konnte er mit Marina Weisband von der Piratenpartei sowie „Zeit“-Redakteurin Angela Köckritz renommierte Referenten gewinnen. Köckritz machte sich als Ostasien-Korrespondentin und Autorin des Buches „Wolkenläufer“ einen Namen.

Der Vortrag beginnt am Donnerstag, 29. Oktober, um 17.30 Uhr im Audimax der Fachhochschule Südwestfalen, Haldener Straße 182. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltungsreihe wird gefördert vom Verein der Freunde der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen.

Das komplette Programm der 26. Hagener Hochschulgespräche ist unter www.fh-swf.de zu finden.