Der Hagener Kinderschutzbund wird 40

Hagen. (AnS) „Sind so kleine Seelen, offen und ganz frei. Darf man niemals quälen, geh’n kaputt dabei.“ – Diese Zeilen aus einem Liedtext von Bettina Wegner passen ganz wunderbar zu einem wichtigen runden Geburtstag in der Stadt und den Aufgaben des Geburtstagskindes: der Hagener Kinderschutzbund wird in diesen Tagen 40 Jahre alt!

Kinderschutzbund-Geschäftsführerin Christa Burghardt. (Foto: wk)
Kinderschutzbund-Geschäftsführerin Christa Burghardt. (Foto: wk)

Am 4. Dezember 1973 wurde der volmestädtische Kinderschutzbund von einer kleinen Gruppe engagierter Menschen gegründet. Sie wollten nicht länger hinnehmen, dass viele Kinder am Rande der Gesellschaft stehen. Sie verolgten mit der Gründung das Ziel, die Lebensbedingungen der Schwächsten zu verbessern. Den Kleinen sollte eine Stimme gegeben werden, egal ob im Elternhaus oder im Straßenverkehr oder auf dem Spielplatz.

Vielfältig ist seitdem der Aufgabenbereich geworden. Schon früh existierte ein Kleiderladen, verschiedene Arbeitskreise entstanden, Spiel- und Krabbelgruppen wurden angeboten, eine Familienbetreuung startete. Der Kinderschutzbund wagte sich selbst an kinderpolitische Themen heran und erhob des öfteren den mahnenden Zeigefinger.

Über 240 Ehrenamtliche unterstützen mittlerweile 14 Angestellte und 80 Honorarkräfte. Arbeitsmittelpunkt wurde nach Stationen in Altenhagen und Eilpe das „Haus der Kinder“ in der Potthofstraße 20 mit 500 Quadratmetern Fläche. Eine Spendenkampagne unter der Schirmherrschaft von Lieselotte Funcke und dem Gesicht und Motor des Kinderschutzbundes, Geschäftsführerin Christa Burghardt, machte das Mehrgenerationenhaus für Alt und Jung möglich, das im Jahr 2007 mitten im Herzen der Stadt bezogen werden konnte und das den zahlreichen Aufgaben und Projekten gerecht wird. „Wir können sicherlich mit Stolz sagen“, heißt es unter anderem in einem Faltblatt: „wir haben in den Kinderseelen und in ihrem Leben sehr vieles bewegt. Wir haben unzählige Male daran mitgewirkt, dass entscheidende Weichen gestellt wurden. Wir haben Bausteine für die Zukunft von Kindern zusammengetragen und Spuren hinterlassen.“

Der 40. Geburtstag soll natürlich auch gefeiert werden, mit allen, die sich für die Arbeit des Kinderschutzbundes interessieren: Nach einem Festakt am Mittwoch, 4. Dezember 2013, im Sparkassen-Karree von 11 bis 12 Uhr ist bis 17 Uhr ein Kulturprogramm mit dem Titel „Für und mit Kindern“ geplant. Anschließend gibt es einen gemütlichen Ausklang.

„Wir haben viel erreicht – und wollen weiterhin viel erreichen“, meint Christa Burghardt und dankt allen, die sie unterstützt haben. Um es mit den Worten von Bettina Wegner auf den Punkt zu bringen: „Grade, klare Menschen wär’n ein schönes Ziel. Leute ohne Rückgrat hab’n wir schon zuviel.“