Der Lockruf der Natur

Haspe. (Red./ME) Für Bernd Wittschinski ist die Sache ganz einfach: „Ich lebe – ich zeichne – ich male – ich liebe die Farben. Ich versuche, die Farbe zu beherrschen! Wenn mir dies in meinen Werken gelingt und sie dem Betrachter gefallen, macht es mich glücklich und mein Schaffen hat sich gelohnt!“

Ob sie dem Betrachter gefallen? Nun, davon kann sich jeder Hagener selbst überzeugen, denn der erfolgreiche Herdecker Künstler und gelernte Textil-Designer zeigt mal wieder seine Werke in der Heimat. Allerdings nicht allein – mit von der „Austellungspartie“ ist ebenso der Hagener Heinrich Malke. Zu sehen sind sie im „Alten Stadtbad Haspe“, Berliner Straße.

Unter dem Titel „Zeichnung und Farbe im Dialog“ präsentieren Bernd Wittschinski und Heinrich Malke ihre Bilder. Zur Vernissage am Freitag, 5. Juli 2013, um 19 Uhr, sind alle Hagener eingeladen. Wochenkurier-Chefredakteur Michael Eckhoff wird die Ausstellung eröffnen; musikalische Begleitung: Raphael Kluge.

Keine Freude an der Abstraktion

Der Titel ist mit Bedacht gewählt, denn diese Gemäldeausstellung zeigt den Dialog zweier Künstler mit eigenem Stil, mit eigener Technik, die aber bei ihren Unterschiedlichkeiten die Zeichnung und die Farbe in gleicher Weise lieben. Über die Hagener Künstlergilde verbunden sind beide Künstler Anhänger der klassischen Malerei und so dominiert in ihren Werken unzweifelhaft die Gegenständlichkeit.

Bernd Wittschinskis Spektrum reicht über Blumen, Landschaft, Akt bis hin zum Fotorealismus. Seine Liebe gilt der Natur – vorrangig steht hier das Florale, also das „Blumige“ im Vordergrund. Trotz der vorhandenen künstlerisch perfekten Vielseitigkeit dieses mit vielen Kunstpreisen ausgezeichneten Malers tragen die Werke eine unverwechselbare Handschrift und sind besonders einprägsam. In zahlreichen Gemälden findet man eine spielerische Experimentierfreude, oftmals zeichnet ihn dabei die Liebe zum Detail aus. Seine beachtliche Ausstellungsbilanz hat den Herdecker Maler Bernd Wittschinski im In- und Ausland bekannt gemacht.

Heinrich Malkes altmeisterliche Federzeichnungen sind die Kennzeichen seines künstlerischen Schaffens. Beim Aquarell ist er ein hervorragender Landschaftsmaler. Seine Bilder sind erlebte Natur. Dabei gelingt es ihm immer wieder, die Atmosphäre und Stimmung des Augenblicks einzufangen. Die Orientierung an der sichtbaren Welt ist für diesen Perfektionisten wesentlich. Er beweist: Inspiration ist überall, man muss dieser nur mit offenen Augen begegnen. Heinrich Malke hat nie den Versuch unternommen, der Abstraktion näher zu kommen.

Bis 22. August

Die Bilder können bis zum 22. August 2013 täglich im Alten Stadtbad an der Berliner Straße in Haspe besichtigt werden (Mo.-Fr: 9-12 und 12.30-18 Uhr, Sa.-So.: 13 -16.30 Uhr).