Der neue Iämpeströter hat „Haspe im Herzen“

[1/3] Begleitet von seinem Blumenmädchen und unter dem Applaus der 500 Gäste zog Haspes Kirmesbauer Michael Kröner am Samstag in den Ufo ein. Für ihn begann am Samstag das zweite Jahr seiner ehrenvollen Tätigkeit.(Foto: Christina Schröer) [2/3] Er hat „Ha

[1/3] Begleitet von seinem Blumenmädchen und unter dem Applaus der 500 Gäste zog Haspes Kirmesbauer Michael Kröner am Samstag in den Ufo ein. Für ihn begann am Samstag das zweite Jahr seiner ehrenvollen Tätigkeit.(Foto: Christina Schröer) [2/3] Er hat „Ha

Hagen. (ME) Die Hasper Rundturnhalle („Ufo“) weist einige Schattenseiten auf – die Akustik ist nicht sonderlich gut, die technischen Grundbedingungen sind für Nicht-Sportveranstaltungen alles andere als optimal und Genehmigungen für Kulturfeste sind seitens der Stadt Hagen mit erheblichen Hürden angereichert. Deshalb waren Dietmar Thieser, Präsident des Hasper Heimat- und Brauchtum-Vereins, und seine Mitstreiter froh, eine neue Halle für den Kirmeskommers gefunden zu haben.

„Rolle rückwärts“
Der hierzu auserkorene Veranstaltungsort – die sogenannte Dogan-Arena an der Hochofenstraße (eine frühere Tennishalle) – schien optimale Voraussetzungen zu bieten.
Und so beschloss der HHBV schon vor etlichen Wochen, den Kommers dorthin zu verlagern. Aber da hatte man die Rechnung ohne unsere Behörden gemacht. Zahlreiche Auflagen waren von einem Dienstleister nicht ausreichend erfüllt worden. Deshalb musste der HHBV schweren Herzens und extrem kurzfristig (am Freitag) die „Rolle rückwärts“ praktzieren und kurzerhand das gesamte Equipment in den „Ufo“ transportieren, inklusive Bestuhlung.
Am Samstagabend, wenige Minuten vor Beginn des Kirmeskommers, war das schweißtreibende Manöver vollbracht. Dank vieler, vieler helfender Hände war es tatsächlich gelungen, den „Ufo“ für den Ulk-Auftakt startklar zu machen. Ein sichtlich bewegter HHBV-Präsident Thieser bekundete denn auch „mega-happy“, unheimlich „stolz auf seine Hasper zu sein“.
Conferencier Rainer Bartelheim witzelte, man schätze ja in Haspe den Un- und den Leichtsinn, aber ein derart spontan erforderlicher Umzug sei denn doch ein bisschen viel „Unsinn“ gewesen. Zudem sprach er die Kosten an. Die dürften nicht unerheblich sein – allein der über Nacht gelieferte und montierte Teppichboden wird ein kleines Vermögen verschlungen haben. Was wiederum Bartelheim auf den Kneipsinn als dritte Ulk-Säule verweisen ließ: „Nunc est bibendum!“ Übersetzt meinte er damit, dass die Gäste bitte ordentlich trinken sollten, um wenigstens einen Teil der Kosten in die Kasse zu spülen.
Schwungvoll
Über 500 Gäste erlebten im Anschluss eine schwungvolle und fast in Rekordzeit durchgeführte Inthronisiering des neuen Iämpeströters. Der bis Samstag amtierende 63. Iämpeströter Hans-Jörg Bächer ließ zuvor noch einmal durchblicken, wie sehr er sein Amt geliebt hat. Doch all diesen inniglichen Bekundungen zum Trotz endete um 19.30 Uhr sein „unvergessliches Jahr“.
Wenige Minuten später stand mit Jürgen Wippermann bereits der Nachfolger auf der Bühne. Er verdeutlichte sofort in seiner Antrittsrede, dass er ein würdiger Vertreter des diesjährigen Mottos „Haspe im Herzen, Kirmes im Blut – das tut uns allen gut“ sein wird. Ein Jahr lang steht er jetzt dem Hasper Ulk-Volk vor, um 2018 wiederum Platz zu machen für den Iämpeströter Nr. 65 – „und das feiern wir dann hoffentlich in der Dogan-Arena“, so Präsident Dietmar Thieser.
Wolkenschieberfest
Bis dahin stehen aber erst einmal noch spannende Tage auf dem Terminkalender. Am kommenden Wochenende müssen die Wolkenschieber in Aktion treten – begonnen wird deren Fest auf dem Markanaplatz am Freitag ab 18 Uhr. Am Samstag arbeiten die Wolkenschieber ab 15 Uhr mit vollem Einsatz daran, dass die Sonne in der darauffolgenden Woche scheinen wird. In besonderer Weise muss sie am Samstag, 17. Juni, vom Himmel strahlen – denn dann tourt der Kirmeszug mit seinen etwa 90 Wagen, Fuß- und Musikgruppen durch das Ennepetal, startend um 14.30 Uhr an der Berliner Straße.
Ulk-Orden
Apropos „Wagen“: einer der treuesten Wagenbauer überhaupt, der „Volmefunke“ Herrmann Lorberg, durfte sich am Samstag über eine außerordentliche Wertschätzung freuen: Ihm wurde der Ulk-Orden verliehen.