Der Traum vom großen Lebensmittelmarkt: Gerd Homm kämpft für den Kuhlerkamp

Gerd Homm setzt sich gemeinsam mit vielen Anwohnern für einen neuen Lebensmittelmarkt am Kuhlerkamp ein. (Foto: privat)

Gerd Homm setzt sich gemeinsam mit vielen Anwohnern für einen neuen Lebensmittelmarkt am Kuhlerkamp ein. (Foto: privat)

Hagen. (as/Red.) Als ehemaliger Politiker, als Gewerkschafter und stellvertretender Vorsitzender der Awo-Begegnungsstätte Kuhlerkamp-Wehringhausen weiß er vor allem eines: Wer etwas erreichen möchte, muss sich dafür einsetzen. Muss kämpfen, hartnäckig sein.

Das macht Gerd Homm jetzt. Genau wie viele andere Anlieger vom Kuhlerkamp wünscht er sich, daheim im Quartier einkaufen zu können und nicht für jedes Brötchen oder jedes Glas eingelegte Gurken weite Wege im Auto oder im Bus zurücklegen zu müssen.
Im Auftrag der Awo-Mitglieder hat er nun einen Bürgerantrag formuliert und ihn zusammen mit vielen Unterschriften an Oberbürgermeister Erik O. Schulz weitergeleitet. Der Inhalt: „Die Mitglieder der Awo-Begegnungsstätte des Ortsvereins Kuhlerkamp-­Wehringhausen wünschen sich in naher Zukunft einen Lebensmittelmarkt im Quartier Kuhlerkamp.“
Kuhlerkamp braucht mehr Versorgung
„Ich bin der festen Überzeugung, dass hier etwas bewegt werden kann, wenn die Stadtverwaltung mit der Politik es will,“ betont Gerd Homm. „Natürlich sind wir nicht so vermessen, dass wir in kurzer Zeit einen Lebensmittelmarkt vor Ort bekommen. Aber wir sind großer Hoffnung.“
Im Gebiet Kuhlerkamp, darauf weist Gerd Homm in seinem Bürgerantrag hin, liegt die Infrastruktur völlig am Boden: „Denn es gibt schon seit vielen Jahren keinen Lebensmittelladen oder Lebensmittelmarkt mehr. Apotheken und Ärzte sind leider auch seit Jahren nicht mehr im Quartier ansässig. Und die Stadtsparkasse hat jetzt auch noch ihre Mitarbeiter abgezogen.“
Für viele Erledigungen seien die Bürgerinnen und Bürger, die auf dem Kuhlerkamp leben, gezwungen, zeitraubende, aber auch für viele Menschen beschwerliche, lange und weite Wege zu gehen oder zu fah­ren.
Als weiteren Grund für den Neubau eines großen Lebensmittelmarktes im Quartier führt Gerd Homm die geplante Neubebauung auf dem Kuhlerkamp mit über 40 Häusern.
„Für alle Menschen, die jetzt oder zukünftig auf dem Kuhlerkamp leben, wäre der Bau eines großen Lebensmittelmarktes eine große Erleichterung. Keiner müsste mehr die weiten Wege in Kauf nehmen, um für die zum Lebensunterhalt benötigten Einkäufe zu tätigen“, schreibt Gerd Homm.
Ein weiterer Wunsch der Bürgerinnen und Bürger: Prima wäre, wenn an den Lebensmittelmarkt auch eine Apotheke, eine Bäckerei und eine Lottoannahmestelle samt Poststelle angegliedert würden.
Als möglichen Standort schlagen die Awo-Mitglieder, in deren Namen Gerd Homm schreibt, das Gelände von Haw­ker in der Nähe des Kreisverkehrs, der zum Kuhlerkamp führt, vor. Platz auch für genügend Parkplätze sei hier jedenfalls vorhanden.
Bus-Haltestellen wären gut
Die Wunschliste der Antragsteller ist noch ein klitzekleines bisschen länger: „Um für die zukünftigen Kunden eine gute Anbindung mit dem ÖPNV zu gewährleisten, müsste eine Haltestelle für die Buslinien 517 und 547 im Nahbereich des Lebensmittelmarktes gebaut werden. Denn nicht alle Bürgerinnen und Bürger, die auf dem Kuhlerkamp wohnen, besitzen ein Auto“, schreibt Gerd Homm.