Der Wald zeigt sich im Museum

Das traditionelle Rückepferd hat nach wie vor seine Berechtigung in der modernen Waldarbeit. Dort wo es besonders steil, der Boden weich und das Gelände für die schweren Maschinen unzugänglich ist, da ist das Rückepferd immer noch der richtige Partner in der Forstarbeit. Es schont den Waldboden. (Foto: Freilichtmuseum)

Hagen. (Red.) Im Hagener Freilichtmuseum findet am morgigen Sonntag, 12. September, ein Tag rund um das Thema Wald mit vielen Aktionen statt. Vor fünf Jahren hat der LWL die Dauerausstellung Wald und Mensch in seinem Hagener Freilichtmuseum eröffnet. Seitdem stehen in unregelmäßigen Abständen immer wieder Aktionstage zu diesem Thema auf dem Programm. Ziel ist es, den Besuchern die vielschichtigen Seiten der Natur und vor allem des Waldes darzustellen.

So wird der Wald als Ökosystem, als Waldwirtschaftszone, Jagdgebiet und Erholungsraum des Menschen sowie als Lebenswelt für Tiere vorgestellt.

Jäger und Waldbauern

Völlig unterschiedliche Akteure gestalten diesen Tag. So bringt die Hagener Kreisjägerschaft die „Rollende Waldschule“ mit, die Jäger führen die praktische Schweiß- und Wasserarbeit mit ihren ausgebildeten Jagdhunden vor und präsentieren einige Jagdhunderassen. Die zweibeinigen Mitglieder des Gebrauchshundevereins führen vor, was ihre vierbeinigen Freunde sonst noch alles gelernt haben.

Die Hagener Waldbauern und das Hagener Forstamt zeigen die modernen Techniken in der Waldarbeit. Sie bringen Holzverarbeitungsmaschinen, wie Holzspalter und eine mobile Säge mit. Aber auch die Besucher können ihre Kräfte messen, wenn es ums Sägen geht. Da kann jeder zeigen, was in ihm steckt.

Rückepferd

Auch das traditionelle Rückepferd hat seine Berechtigung in der modernen Waldarbeit. Dort, wo es besonders steil, der Boden weich und das Gelände für die schweren Maschinen unzugänglich ist, da ist das Rückepferd immer noch der richtige Partner in der Forstarbeit. Es schont den Waldboden und zerstört viel weniger als schwere Maschinen.

Fliegenfischer

Ihre besonderen Techniken zum Fischen an Naturgewässern zeigen die Fliegenfischer am oberen Stauteich und bringen interessierten Besuchern bei, wie man künstliche Fliegen als Köder bastelt und die Angel gekonnt auswirft.

Bienen und Bach

Genauso traditionsreich ist die Arbeit mit Bienen. Die Hagener Kreisimker zeigen am Sonntag wie der Honig von der Wabe ins Glas gelangt. Mehr Infos zu anderen kleinen Krabbeltieren gibt es bei der Biologischen Station Hagen.

Die Biologen gehen mit den kleinen und großen Besuchern entlang des Baches. Dort werden die Tier- und Pflanzenwelt sowie deren Lebensbedingungen erkundet.

Bei den Naturpädagogen vom „Naturerlebnis Marienhof“ lernen die Teilnehmer, wie auch in Zeiten von Navi und GPS noch Karte und Kompass nötig sind und wie sie verwendet werden. Eher künstlerisch interessierte Gäste können sich von der Natur zu „Natur-Kunst“ inspirieren lassen.

Klettern und Wildpferde

Nichts für Angsthasen ist das Klettern und Abseilen, das die Experten von „Rope’n Roll“ am Waldrand im Museum anbieten. Etwas weniger aufregend, aber trotz ihres Namens gar nicht wild ist die alte westfälische Pferderasse: die Dülmener Wildpferde. Sie grasen auf der Wiese am Schmiedemuseum und warten auf ihre Streicheleinheiten.

Denjenigen, die gerne in frischer Luft und freier Natur wandern, zeigt der Sauerländer Gebirgsverein, wo es lang geht und wie man mit Wanderbuch, Karte oder per GPS die schönste Tour findet.

Rahmenprogramm

  • Eine kostenlose Führung stellt um 14 Uhr die diesjährige Sonderausstellung „Museumsreif“ vor.
  • In der Mittagszeit und am Nachmittag wird es mit den Jagdhornbläsern musikalisch. Sie werden im unteren und oberen Bereich an verschiedenen Stellen traditionelle Stücke blasen und die unterschiedlichen Melodien inhaltlich erläutern.

Ort des Geschehens

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