Deutsche Bank: Immobilienmesse am 21. April

Hagen. Die Nachfrage nach Immobilien ist ungebrochen. Niedrige Zinsen machen den Erwerb von Wohneigentum und Geschäftsräumen gerade jetzt besonders attraktiv. In 2011 lag der der durchschnittliche effektive Jahreszins für Baufinanzierungen mit einer Zinsbindung von 5 bis 10 Jahren bei 3,9 Prozent. Wer aber ein Haus bauen oder erwerben will, muss wissen, ob seine Finanzmittel ausreichend sind. Aber: „Wer erklärt mir, wie viel Haus ich mir leisten kann?“

Das Team Spezialberatung Baufinanzierung der Deutschen Bank, Marktregion Hagen, freut sich auf möglichst viele Besucher bei der diesjährigen Immobilien- und Beratungsmesse in der Deutschen Bank. (Foto: Deutsche Bank)

Eine Möglichkeit, mit Experten ins Gespräch zu kommen, bietet die diesjährige Immobilien- und Beratungsmesse der Deutschen Bank Hagen, Bahnhofstraße 1-3, am Samstag, 21. April 2012, von 11 bis 17 Uhr: An diesem Samstag stehen zehn Aussteller aus der Region für persönliche Gespräche und Beratungen zur Verfügung. Auch die Stadt Hagen wird wieder mit einem Informationsstand vertreten sein.

Baugeld bleibt auch 2012 günstig

Die Deutsche Bank in Hagen erwartet auch 2012 niedrige Zinsen für die Baufinanzierung: „Die Zinsen für Hypothekendarlehen sind aktuell auf einem historisch niedrigen Niveau. Eine Zinswende in 2012 ist unwahrscheinlich“, so Frank Strumann, Leiter der Deutschen Bank in Hagen. Diese Einschätzung stützt sich auf mehrere Faktoren: Zum einen dürfte die Europäische Zentralbank den Leitzins vorerst auf dem Rekordtief von 1,0 Prozent belassen. Eine Erhöhung des Leitzinses ist mit Blick auf die zögerliche konjunkturelle Verbesserung und die leicht sinkenden Inflationsraten unwahrscheinlich. Ferner sind die Umlaufrenditen für deutsche Bundesanleihen, an denen sich die langfristigen Baufinanzierungszinsen grob orientieren, sehr niedrig. Zudem hat die kürzlich erfolgte längerfristige Bereitstellung von Liquidität durch die Europäische Zentralbank für verbesserte Refinanzierungsbedingungen bei Banken gesorgt.

Immobilienpreise in Hagen gefallen

Sorgen vor Inflation, die anhaltende Schuldenkrise und niedrige Zinsen haben die Nachfrage nach Immobilien im vergangenen Jahr kräftig angekurbelt. „Immobilien sind ein wichtiger Bestandteil der Altersvorsorge und gelten als krisenfeste Anlage, da sich ihre Wertentwicklung weitgehend unabhängig von den Kapitalmärkten vollzieht,“ so Frank Strumann. Entgegen dem bundesweiten Trend hat die Nachfrage nach Immobilien in Hagen 2011 aber leicht nachgelassen, damit sind auch die Objektpreise gefallen. Kostete ein Einfamilienhaus in Hagen vor fünf Jahren durchschnittlich noch 290.000 Euro, waren es 2011 im Mittel lediglich 280.000 Euro – das entspricht einem Preisrückgang um 3,4 Prozent. Allerdings sind die Grundstückspreise für Einfamilienhäuser in guten Lagen seit 2006 um 2,4 Prozent auf durchschnittlich 210.000 Euro gestiegen.

Die Zeiten für ein eigenes Heim sind günstig, denn die Zinsen für Hypothekendarlehen sind aktuell auf einem historisch niedrigen Niveau. (Foto: txn)

Niedrigzinsen lange festschreiben

Angesichts des historisch niedrigen Zinsniveaus empfiehlt die Deutsche Bank in Hagen, Zinsen für Hypothekendarlehen möglichst lange festzuschreiben. „Auch wer eine Finanzierung hat, die bald ausläuft, sollte sich die Niedrigzinsen jetzt schon mit einem Anschlussfinanzierung sichern“, erklärt Frank Strumann. Künftige Eigenheimbesitzer sollten angesichts vielfältiger Finanzierungsmöglichkeiten und möglicher Risiken das Know-how erfahrener Experten nutzen. Sie helfen dabei, eine Baufinanzierung auf die persönlichen Bedürfnisse abzustimmen und in die gesamte finanzielle Lebensplanung einzubetten.

Finanzierung für Selbstständige: Flexibilität wichtiger als niedrige Zinsen

Wer selbstständig ist, hat es häufig schwerer, eine Baufinanzierung zu bekommen: Eine Immobilienfinanzierung für selbstständige Kreditnehmer erfordert mehr Beraterwissen und mehr Prüfungsaufwand für die Bank. Kreditinstitute gehen grundsätzlich davon aus, dass Einkommen von Arbeitnehmern in Festanstellung für einen längeren Zeitraum gesichert sind, während Selbstständige und Freiberufler jederzeit mit einem Einbruch ihrer Einnahmen rechnen müssen. „Die Selbstständigkeit ist bei Banken heute aber nicht zwangsläufig ein Ausschlusskriterium für eine Baufinanzierungszusage. Die Deutsche Bank beispielsweise vergibt rund jede fünfte Immobilienfinanzierung an Selbstständige und das ohne Zinsaufschlag“, erklärt Frank Strumann.

Gut aufbereitete Unterlagen – dazu zählen eine realistische Finanzplanung sowie aussagekräftige Bilanzen der vergangenen drei Jahre – helfen, die Chancen auf eine Finanzierungszusage zu erhöhen. Zudem sollten Selbstständige Szenarien für ihre künftige Geschäftsentwicklung entwerfen, um die richtige Zinsbindung und Tilgungshöhe wählen zu können. Je besser sich Selbstständige auf das erste Beratungsgespräch bei der Bank vorbereiten, desto größer die Chancen für ein Darlehen mit marktgerechten Zinskonditionen.

Zinsbindung und Tilgungshöhe wichtiger als Zinskonditionen

Wichtiger als ein Blick auf die Zinskonditionen ist jedoch, dass Zinsbindung und Tilgungshöhe auf die individuellen Belange von Selbstständigen zugeschnitten sind. Während bei Festangestellten das Einkommen, abgesehen von Weihnachts- oder Sonderzahlungen, vergleichsweise voraussehbar ist, können die Einnahmen bei Selbstständigen deutlich schwanken. Gerade unvorhergesehene Einkünfte lassen sich für außerplanmäßige Tilgungen einsetzen.

Wer als Selbstständiger eine gute Geschäftsentwicklung erwartet, sollte erwägen, ein Darlehen mit kürzerer Zinsbindung von etwa fünf Jahren oder gar einen variablen Kredit aufzunehmen. Dadurch lässt sich die Tilgung flexibel der Einnahmesituation anpassen und die Kreditlaufzeit reduzieren. Sollten die Einnahmen in einem Quartal dagegen einmal geringer ausfallen, kann die Tilgung zeitweise ausgesetzt werden.