Diakonie: Vorteile dank Bündelung der Kompetenzen

Mit einem Empfang und einem Festgottesdienst feierten die Mitarbeiter der 19 Diakoniestationen sowie des Beratungszentrums den Zusammenschluss im Unternehmen Evangelische Pflegedienste Mark-Ruhr. (Foto: Frank Schmidt)

EN-Kreis/Hohenlimburg. (zico) „Die Nestwärme innerhalb der Diakonie geht nicht verloren“, betonte Regina Mehring, seit Januar Geschäftsführerin der neu gegründeten „Evangelischen Pflegedienste Mark-Ruhr“ unter dem Dach der Diakonie Mark-Ruhr, beim Empfang anlässlich der Zusammenführung der 19 Diakoniestationen und des Beratungszentrums in die neue gemeinützige GmbH. Die Feierstunde im Gemeindehaus der Reformierten Kirche in Hohenlimburg, verbunden mit einem Festgottesdienst, belegte unter dem Motto „Gemeinsam unterwegs“ auf herzliche Weise, dass auch im Innenverhältnis der verschiedenen Diakonieeinrichtung der Mensch im Mittelpunkt steht.

Dies belegte schon der Gottesdienst, der neben den christlichen Inhalten auch Aspekte der beruflichen Tätigkeit beim Diakonischen Werk beleuchtete. „Es ist auch Aufgabe der Diakonie, faire Pflegesätze einzufordern“, hatte beispielsweise die Predigt von Pfarrer Martin Wehn durchaus auch eine politische Dimension. Von den rund 460 Mitarbeitern werde auch in menschlicher Hinsicht getan, was unter den Bedingungen leistbar sei – allerdings dürfe man sich wegen der mit der kirchlichen Trägerschaft verbundenen Ansprüche in dieser Hinsicht nicht über Gebühr unter Druck setzen lassen. Pfarrerin Antje Lauxmann, Pfarrer Dirk Bobe und Brigitta Janßen vom ambulanten Hospizdienstes „Da-Sein“ der Diakonie Mark-Ruhr gestalteten weitere Teile des Gottesdienstes mit Abendmahl, an dessen Ende alle Teilnehmer einen hübschen Stein geschenkt bekamen, denn: Mit Steinen lassen sich Wege pflastern und Brücken zwischen den Menschen bauen.

Dieses Leitmotiv setzte sich auch in der Feierstunde fort, in deren Rahmen Regina Mehring den Leitern der Stationen schmuckvolle Steine mit Sinnsprüchen wie „Lass die Sonne in Dein Herz“ überreichte. „Der Zusammenschluss von Stationen aus fünf Kirchenkreisen, an dem alle Beteiligten bereitwillig und harmonisch gearbeitet haben, bringt uns einen Zuwachs an Wissen; darüber hinaus gibt er uns Gewicht, Stimme und Beachtung. Dies gilt es, nun gemeinsam zu gestalten“, so die Geschäftsführerin, deren Mitarbeiter Menschen das Leben in den eigenen vier Wänden weiter ermöglichen und dafür Hilfe auf hohem Niveau anbieten, im Gespräch mit dem wochenkurier.

Der Superintendent des Kirchenkreises Hattingen/Witten, Pfarrer Ingo Neserke, betonte in seiner Eigenschaft als Verwaltungsratsvorsitzender in seinem Grußwort, dass die 19 Diakoniestationen und das Hagener Beratungszentrum angesichts des bereits zu Jahresbeginn erfolgten Zusammenschlusses bereits ein ganzes Stück miteinander unterwegs seien: „In vielen Bereichen sind wir gut und miteinander gewachsen, um den Auftrag der Diakonie gemeinsam zu erfüllen. Dabei sind wir ganz nah beim Menschen.“

Und Regina Mehring konkretisierte: „Gerade auch im Verbund mit den vielen Angeboten und Einrichtungen der Diakonie Mark-Ruhr ergeben sich für die Kunden viele hilfreiche Synergien. Ob Beratung oder Pflege, wir können immer weiterhelfen und für jede Situation die individuell passende Lösung finden.“ In offensichtlich herausragender Qualität: Zu Beginn dieses Jahres hat der Medizinische Dienst der Krankenkassen zahlreiche Pflegestationen der Diakonie Mark-Ruhr unter die Lupe genommen und getestet. Alle lagen deutlich über dem Landesdurchschnitt, bei vielen gab es sogar eine glatte 1,0 als Benotung. „Besonders erfreulich ist, dass wir durchweg von unseren Kunden so positiv benotet wurden. Das ist ein tolles Signal an unsere Mitarbeiter. Es ist schön zu sehen, dass unsere Arbeit so gut ankommt. Dank dem medizinischen Dienst haben wir es jetzt sogar schriftlich, dass wir erstklassige Arbeit leisten“, so Mehring.

Die Diakoniestationen bieten Hilfe in den Bereichen Altenpflege, Krankenpflege und Palliativpflege an. Betreuungsdienste und Alltagshilfen, Vermittlungsdienste sowie Beratungsangebote runden das Angebot ab. Unter der kostenlosen Rufnummer 0800 / 111 04 77 informieren die Mitarbeiter der Diakonie über die Angebote der insgesamt 19 Diakoniestationen im Märkischen Kreis, im Ennepe-Ruhr-Kreis sowie in der kreisfreien Stadt Hagen. Außerdem erfahren die Anrufer mehr über die Beratungsangebote des Pflegetelefons, der Krebsberatung, des ambulanten Hospizdienstes „Da-Sein“ sowie über die Begegnungsstätte „Luther Café“ im Hagener Wichernhaus, Martin-Luther-Straße 9-11. Hier ist auch die Geschäftsstelle der Evangelischen Pflegedienste ansässig, die werktags unter Ruf 02331 / 3809-400 zu erreichen ist.