Die Hagener Woche: Gegen Hass und Willkür, für Feste und Frohsinn

Hagen. Das Gedenken an die Pogromnacht stand im Fokus in
dieser Woche. So kamen am Jahrestag des barbarischen Wütens der
Nationalsozialisten am 9. November vor 78 Jahren mehrere hundert Schüler zu
einem Sternmarsch zusammen, später gab es einen weiteren Schweigemarsch durch
die Innenstadt und im Rathaus fanden ebenfalls Veranstaltungen statt.
Initiative gegen Antisemitismus
So ist Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz im Beisein von knapp 300
Schülern der Initiative „Mayors United Against Antisemitism“ beigetreten. Diese
wurde im letzten Jahr vom American Jewish Commitee (AJC) ins Leben gerufen, um
kommunale Führungspersönlichkeiten in ihrem Engagement gegen einen zunehmenden
Antisemitismus in der Welt zu vereinen und zu stärken.
Ausgehend von Amerika, wo bereits mehr als 300 Bürgermeister dieser Kampagne
beigetreten sind, haben sich seit Ende letzten Jahres auch in einem steigenden
Maße Stadtoberhäupter aus vielen Teilen Europas angeschlossen.
Allein in Deutschland sind dies mittlerweile an die hundert, die mit ihrem
Beitritt jegliche Form des Judenhasses öffentlich verurteilen.
Kurden-Protest
Friedlich verlief eine Demonstration von rund 200 kurdisch-stämmigen
Mitbürgern am vergangenen Dienstag gegen Erdogans fortschreitende Entmachtung
der pro-kurdischen HDP im türkischen Parlament. In den frühen Abendstunden zogen
die Teilnehmer vom Bahnhof zum Friedrich-Ebert-Platz.
Hagau lo gohn!
Während bis gestern noch die einen mit Laternenlicht besinnlich durch Hagens
Straßen zogen und dem Heiligen Martin huldigten, standen andere schon kribbelig
in den Startlöchern für ein ganz anderes Fest: Das Karnevals-Komitee startete
gestern, pünktlich am 11.11. um 11.11 Uhr in die neue Jecken-Session.
Im Rathaus der Stadt Hagen wurde dem Prinzenpaar Marvin I. und Sarah I. das
Zepter entnommen und an das neue Prinzenpaar übergeben.
Rolf I. und Sabrina I. werden ab nun durch die Hagener Karnevalszeit führen.
„Ein besonderes Jahr, ganz besonders auch in Hinblick auf den Karnevalszug,
geht für euch zu Ende“, verabschiedete Oberbürgermeister Erik O. Schulz das alte
Prinzenpaar.