Die vierte industrielle Revolution

Hagen. Wenn der Kunde seine Zahnbürste, seinen Sportschuh oder vielleicht sogar sein Auto am Computer selbst entwirft und dann per Mausklick den Produktionsprozess in Gang setzt, dann nennt sich das „Industrie 4.0“. Weit über diese sehr vereinfachte Definition hinaus geht es beim Hagener Hochschulgespräch am Montag, 9. November, um 17.30 Uhr im Audimax der Fachhochschule Südwestfalen, Haldener Straße 182.

Industrie 4.0 steht für die vierte industrielle Revolution, in welcher es im Kern um die Entwicklung intelligenter Fabriken geht. In der gleichnamigen Hightech-Strategie der Bundesregierung wird dabei das Zusammenwachsen der realen und virtuellen Welt zu einem Internet der Dinge aufgegriffen. Zur Verdeutlichung ein paar Beispiele: Die virtuelle Integration des Kunden in die industriellen Wertschöpfungsprozesse erlaubt die Entwicklung und Produktion individualisierter Produkte. Webbasierte Technologien ermöglichen die Kommunikation zwischen Maschinen und Werkstücken, sodass sich Produktionsprozesse selbstständig und automatisiert steuern können. Moderne Systemplattformen erlauben die globale Vernetzung von Fabriken zu einem aufeinander abgestimmten Produktionsnetzwerk.

Was ist eine intelligente Fabrik? Welche Potenziale schlummern in diesem Konzept? Ist Industrie 4.0 vielleicht der entscheidende Erfolgsfaktor für den Industriestandort Deutschland? Ersetzen oder schaffen die neuen Technologien Arbeitsplätze? Rund um diese Fragen referieren und diskutieren Michael Ziesemer, Präsident des Zentralverbandes Elektrotechnik und Elektroindustrie, sowie Prof. Dr. Martin Botteck von der Fachhochschule Südwestfalen.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.