Doppelter Abi-Jahrgang 2013

Hagen. Die Ausbildungen im Jahr 2012 haben noch nicht alle begonnen, da rüsten sich Unternehmen und die Arbeitsagentur Hagen schon für das nächste Ausbildungsjahr. 2013 verlassen im Ennepe-Ruhr-Kreis und in Hagen 1500 Schülerinnen und Schüler mehr als dieses Jahr die allgemeinbildenden Schulen. Der Grund: Durch die Einführung des Abiturs nach acht Jahren (G8) beenden 2013 zwei Abiturjahrgänge ihre Schullaufbahn. Grund für die Schüler, früh nach einem Ausbildungsplatz zu suchen und Anlass für Arbeitgeber, verstärkt Angebote für besonders viele qualifizierte Bewerber zu schaffen.

Klaus Kessler, Teamleiter der Berufsberatung für akademische Berufe, sieht angesichts der enormen Steigerung keinen Grund zur Aufregung: „Wir kennen die Zahlen schon lange, unsere Beratungsfachkräfte haben sich intensiv auf diese Situation vorbereitet. Sie kennen den Ausbildungsmarkt und das Angebot an Studienplätzen und helfen jungen Menschen, die richtige Entscheidung zur Studien- und Berufswahl zu treffen.“ Den Ausbildungssuchenden rät Kessler, sich möglichst früh bei der Agentur für Arbeit zu melden: „Wer sich noch nicht sicher ist, welchen Beruf er erlernen möchte, sollte sich früh melden und das Gespräch mit einem Berufsberater suchen. Je früher die Suche beginnt, umso besser. Unter Telefon 01801/ 555111 kann direkt ein Termin zur Berufsberatung vereinbart werden.“

Die Zeit drängt

Gerade für Schüler mit Abitur oder Fachhochschulreife drängt die Zeit. „Größere Betriebe haben ihre Ausbildungsstellen schon gemeldet und im kaufmännischen Bereich laufen bereits erste Auswahlverfahren“, so Yvonne Besler, Teamleiterin des Arbeitgeber-Services der Agentur für Arbeit Hagen. Noch sei es aber für eine Bewerbung nicht zu spät, dies gelte auch für duale Studiengänge. Diese kombinieren in der Regel eine betriebliche Ausbildung mit einem Studium. Ziel ist es, schon während des Studiums einen Berufsabschluss zu erreichen. Für Arbeitgeber bieten die dualen Studiengänge die Chance, gut qualifizierte Bewerber zu finden, die sich sonst eher für ein klassisches Studium entschieden hätten.

Besler: „Die Vorteile für die Unternehmen, jetzt das Angebot an dualen Studiengänge zu vergrößern, liegen auf der Hand. Ausbildungs- und Einarbeitungszeiten verkürzen sich, Fachkräfte von morgen können früh an das Unternehmen gebunden werden.“

Gerade im Jahr 2013 macht es aufgrund der vielen Bewerber für Unternehmen Sinn, mehr duale Studienplätze anzubieten“, sagt Besler, denn im Jahr 2014 werde sich die Anzahl der Bewerber mit Abitur oder Fachabitur im Vergleich zu 2013 wieder fast halbieren. Unternehmen, die für 2013 einen dualen Studienplatz anbieten wollen, können dazu Kontakt mit der Agentur für Arbeit aufnehmen: „Unsere Fachkräfte des Arbeitgeber-Services für den Bereich Ausbildung sind über die bundeseinheitliche Arbeitgeber-Hotline 01801/ 664466 erreichbar und helfen bei Fragen zum dualen Studium gerne weiter.“