Douglas verlässt Hagen

Hagen. (lz) Momentan gibt es viele gute Nachrichten aus der Wirtschaft – es brummt fast überall. Da fällt eine Nachricht besonders aus dem Rahmen: Douglas baut um, bezieht eine neue Firmenzentrale und entlässt etliche Mitarbeiter.

Betroffen teilte Oberbürgermeister Erik O. Schulz mit, dass die Unternehmenszentrale der Douglas Holding von Hagen nach Düsseldorf verlegt wird. (Foto: Lara Zeitel)
Betroffen teilte Oberbürgermeister Erik O. Schulz mit, dass die Unternehmenszentrale der Douglas Holding von Hagen nach Düsseldorf verlegt wird. (Foto: Lara Zeitel)

Der Unternehmenssitz des Einzelhandelskonzern Douglas wird nach Düsseldorf verlegt, wie Oberbürgermeister Erik O. Schulz am gestrigen Dienstag, 16. Februar, mitteilte.

„Diese Nachricht ist selbstverständlich ein schwerer Schlag für die Stadt Hagen“, gesteht Schulz. Immerhin sei das Unternehmen unter Leitung der Familie Kreke innerhalb der letzten Jahre stark gewachsen. „Diese Nachricht gilt es erst einmal zu verdauen“, so Schulz weiter. Seine Gedanken in Anbetracht dieser Hiobs-Botschaft seien vor allem bei den betroffenen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen.

Für etwa 400 der rund 800 Angestellten gilt es nun, von der Volme an den Rhein zu wechseln. Die andere Hälfte der Stellen bleibt zunächst in Hagen erhalten. Bundesweit werden durch den Umzug 130 Stellen gestrichen, weltweit sind es 150.

Die Entscheidung zum Umzug sei zum Bedauern des Oberbürgermeisters über jedwede Verhandlungsmöglichkeit hinweg entschieden worden.

Das Unternehmen Douglas ließ verlauten, dass man sich langfristig eine höhere Wettbewerbsfähigkeit verspreche, wenn man das Onlinegesellschaft mit Sitz bislang in Köln und das klassische Handelsgeschäft aus Hagen am neuen Standort Düsseldorf vereint.

Schwerer Schlag

Für Hagen sieht Schulz weitere Probleme: Bisher war Douglas nicht nur durch den Standort, sondern auch durch die Inhaberfamilie eng mit der Stadt Hagen verbunden, engagierte sich zudem vielfältig, etwa im Kultursponsoring.

Doch seit gestern steht nun erstmals kein Mitglied der Familie Kreke mehr an der Spitze des Konzerns, der Posten der Vorstandsvorsitzenden wurde von Isabelle Parize, ehemals Managerin von Henkel, übernommen.

„Es wird schwierig werden, die über viele Jahre entstandene Bindung mit dem Unternehmen Douglas zu bewahren und auf dem derzeitigen Niveau zu halten“, befürchtet der Oberbürgermeister.