Drei-Türme-Weg wird zum Erlebnispfad

Hagen. (Gö/ME) Wandern ist „in“. Der 3-Türme-Weg im heimischen Stadtwald ist einer der Klassiker schlechthin und (fast) allen Hagenern ein Begriff – gehört er doch zu den Spazierwegen, die die meisten Volmestädter schon mal genutzt haben. Bald wird er ausgebaut.

„Der Startschuss ist gefallen: Der Bewilligungsbescheid der Bezirksregierung Arnsberg über die zugesagten Fördermittel des NRW-Ministeriums für Bauen und Stadtentwicklung für das Projekt ’Ausbau und Entwicklung des 3-Türme-Weges – 1. Bauabschnitt: Wasser-Eisen-Land’ liegt auf dem Tisch“, freut sich Gerhard Schießer von der Hagen-Agentur.

Haupteinstieg am Stadtgarten

Was genau sich hinter diesem sperrigen Titel verbirgt, erfuhr die Öffentlichkeit vor Ort auf dem Parkplatz Stadtgartenallee. An diesem Parkplatz plant die Hagen-Agentur gemeinsam mit vielen regionalen Partnern den Haupteinstieg zum altehrwürdigen 3-Türme-Weg und dort beginnt auch der Ausbau des 1. Bauabschnitts zum Thema Industriekultur mit einer circa drei Kilometer langen Wegstrecke zwischen Bismarckturm und Eugen-Richter-Turm.

Gemeinsam mit dem Sauerländischen Gebirgsverein (SGV) wurde der erste Baum mit dem neuen offiziellen Wegezeichen – ein weißes „T“ auf schwarzem Grund – gekennzeichnet. Bis zum Frühjahr sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Einer gemeinsamen feierlichen Eröffnung rechtzeitig zur neuen Wandersaison gemeinsam mit dem Förderverein Bismarckturm, der bis dahin ebenfalls die Restaurierung des Bismarckturmes fertiggestellt hat, steht damit nichts im Wege.

In zwei weiteren Bauabschnitten vom Bismarckturm bis zum Kaiser-Friedrich-Turm zum Thema Natur und vom Kaiser-Friedrich-Turm bis zum Haupteinstieg Thema Kultur soll der bisherige Streckenweg zu einem echten 11,6 Kilometer langen Rundwanderweg mit Premium-Gütesiegel ausgebaut werden. Drei weitere Nebeneinstige an den Parkplätzen Böhmerstraße, an der Johanneskirche, Waldlust und Wildplessen sollen gewährleisten, dass auch der nicht so geübte Wanderer kürzere Teilstrecken bewältigen kann.

Federn und Batterien

An verschieden attraktiven Zonen – unter anderem an Stellen mit sehr weiten Fernsichten – plant die Hagen-Agentur angenehme Verweilzonen einzurichten, die den Themenfeldern Industrie, Natur und Kultur zugeordnet werden und sich damit optisch voneinander abheben. Für den ersten Teilabschnitt, der der Industrie und der Vernetzung zu Südwestfalen durch den Verein „Wasser-Eisen-Land“ gewidmet ist, sollen das zum Beispiel eine Sitzecke am Bismarckturm, die dem Mataré-Brunnen nachempfunden wird, und eine weitere Sitzecke am Goldberg aus Federnbänken sein.

Zur Unterstützung der thematischen Unterteilung des Gesamtweges sollen Kunstelemente aus den jeweiligen Materialien verwendet werden. Für den ersten Abschnitt des Weges ist zum Beispiel ein „Aussichtsguckloch“ in Batterieform geplant (Varta!).