Düster, frech und amüsant

Bissig und spritzig ist die Geschichte rund um ein „Landei“ namens Wassilkow in der Komödie „Das tolle Geld“. (Foto: Veranstalter)

Hohenlimburg. (AnS) „Inspiriert durch Balladen und Gassenhauer aus alter Zeit entführen wir Euch in die Tavernen des Mittelalters, in die Badestuben, auf die Schlachtfelder, über Wiesen und durch Wälder, mit der Liebsten oder dem Angebeteten unter einen Baum an einem schönen Sonntag…“: Wohin passen diese altertümlichen Worte besser als in ein geschichtsträchtiges Gemäuer? Der Hof des Schlosses Hohenlimburg wird Zeuge dieser Verse, die Schlossspiele Hohenlimburg laden ab Freitag, 17. August, bis zum 26. Oktober 2012 zum 58. Mal zum Schauen, Hören, Genießen, aber auch Schmunzeln ein.

Film und Premiere

Der „Tanz der Vampire“ bildet den Auftakt der Kulturveranstaltung. Die Dämmerung des Schlosshofes bietet ab 21.30 Uhr die richtige Kulisse für Roman Polanskis Film um Graf Dracula und seine nächtlichen Ausflüge zu den zarten Hälsen anämischer Blondinen. Und weil es eine Parodie ist, sind lustig-gruselige Kostüme mit Reißzähnen und blutrot-geschminkten Mündern erlaubt, wenn nicht gar erwünscht!

Am Samstag, 18. August, gibt es einen Höhepunkt der diesjährigen Schloss-Spiele, nämlich die Premiere für die Charakterkomödie „Das tolle Geld“ des russischen Schriftstellers Alexander Ostrowski aus dem Jahr 1853. Das Stück wurde von dem künstlerischen Leiter der Schloss-Spiele, Dr. Peter Schütze, eigens für die Schloss-Spiele inszeniert. Bissig und spritzig ist die Geschichte: Da kommt so ein Landei namens Wassilkow, ein ungehobelter Schnösel aus der Provinz in die Stadt und will ein attraktives, adliges Mädchen zur Frau nehmen…

Freche Kleinkunst

Liebliches, Liederliches und Lästerliches kommt von drei fahrenden Gesellen. „Duivelspack“ heißt es am Donnerstag, 23. August, um 20 Uhr unter freiem Himmel, geboten wird Kabarett und Komödie, Spaß und Musik mit Arne Heger, Marcus Linnemann und Daniel Wahren.

Jedermann, der lesen kann, ist meinem Reiz verfallen“ heißt es hingegen am Samstag, 25. August 2012, ab 20 Uhr im Fürstensaal. Der Künstlerische Leiter der Schlosspiele, Peter Schütze, steht dann gemeinsam mit Tirzah Haase auf der Bühne und führt in einem satirischen Streifzug durch die „Goldenen Zwanziger“. Die Jahre der Weimarer Republik waren nicht nur eine Blütezeit des Theaters und großer Romane, sondern auch gepfefferter und witziger „Kleinkunst“. Ernste Texte, aber auch heitere und freche Passagen aus den Bereichen Kunst, Liebe, Geld und Politik bekommt der Gast zu hören. Vertreten sind Zeilen von so bekannten Autoren wie Tucholsky, Ringelnatz und Brecht.

Film und Legende

Nach dem Doppelkonzert im Fürstensaal bei den letzten Schloss-Spielen stand für die meisten fest: Die Gebrüder Poweronoff müssen noch mal ran. Elektrische Gitarrenmelodien sind diesmal am 1. September ab 20 Uhr im Schlosshof zu hören. Eingefangen wird die Stimmung von Regisseur und Filmemacher Ben Holz, das Schloss und die Abendveranstaltung werden in die Filmproduktion „Watscheslaw Poweronoff – Auf den Spuren einer Legende“ eingearbeitet.

Karten für die einzelnen Veranstaltungen gibt es in Hohenlimburg an folgenden Vorverkaufsstellen: Schuhhaus Dietmar Mevissen, Freiheitstr. 17; Schreibwaren Euler, Möllerstraße 22 sowie am Schloss Hohenlimburg, Alter Schlossweg 30. Eine telefonische Kartenreservierung bis 24 Stunden vor der Veranstaltung ist ausschließlich unter der Rufnummer 02245 / 915908 möglich. Zudem können Karten online bestellt werden bis 24 Stunden vor der Veranstaltung unter info@schlossspiele.de.