Dunkles Klutert-Geheimnis

Recherchen für den 7. und letzten Band der Romanreihe "Das dunkle Geheimnis der Klutert" führten bis nach Schottland. Beim "Grenzübertritt" (v.l.): Autor Uwe Schumacher, Robbie Wiedersprecher, Verleger Bernd Arnold sowie Artur Pollack Hoffmann, Geschichtsspezialist und 1. Vorsitzender der Ritterschaft der Wolfskuhle. (Foto: privat)

Hagen/EN. (NO) Die abenteuerliche Geschichte um „Das dunkle Geheimnis der Klutert“ steuert auf ihren Höhepunkt zu: „Der goldene Reif der Caenmore“ heißt der siebte und (vorläufig?) letzte Band des heimischen Autors Uwe Schumacher, dessen Bücher durchaus schon „Kultcharakter“ haben.

Der Abschlussroman lässt das Schicksal der schottischen Königsfamilie zur Zeit der normannischen Eroberung lebendig werden und lüftet schließlich das Geheimnis um die rätselhafte Verbindung der Helden Fred, seiner Frau Phei Siang und ihrer Tochter Pui Tien mit dem tragischen Geschick der Grafen von Isenberg. Bei den Recherchen auf der britischen Insel traten außerdem interessante Verwandtschaftsverhältnisse des Schlossherren auf Hohenlimburg, Maximilian Erbprinz zu Bentheim-Tecklenburg, zutage. Wohl deshalb wird Band 7 der Klutert-Romanreihe dem Erbprinzen gewidmet. Dazu demnächst mehr…

Reisen durch die Zeit

Die Ennepetaler Höhle als Portal für Reisen durch die Zeit – so begann die Serie um das „Dunkle Geheimnis der Klutert“, die historisch verbürgte Ereignisse und Personen mit einer fiktiven Handlung verbinden. So geschieht es, dass beispielsweise Arnold von Altena oder Friedrich von Isenberg als Romanfiguren Wiederauferstehung feiern. Nach Band 1 legte der Ennepetaler Schumacher die Bände „Der rote Stein der Macht“, „Der Schatz der Nebelinger“, „Snaiwitteken und das magische Schwert“, „Zwergengold“ und „Gralsritter“ vor. Im letztgenannten Roman entfaltet sich die Spielhandlung vor den Gräueln des so genannten Albigenser-Kreuzzugs von 1209 bis 1229 in Südfrankreich, einem Religionskrieg, der 500.000 Menschenleben forderte.

„In den Bänden der Klutert-Romanreihe hat uns noch niemand einen geschichtlichen Fehler nachweisen können“, erklärt Uwe Schumacher. Aus gutem Grund: Denn der Autor und sein Verleger Bernd Arnold überprüfen historische Details genau. Im letzten Jahr reisten sie beispielsweise eigens nach Südfrankreich, um dort Ortsbesichtigungen wichtiger Buch-Schauplätze vorzunehmen. Gern zu Rate gezogen bei den Prüfungen auf historische Korrektheit wird auch die Ritterschaft der Wolfskuhle, die sich im 12. und 13. Jahrhundert wie zu Hause fühlt. (Die Ritterschaft ermöglichte im letzten Jahr beispielsweise einem Langbogenschützen „Schusstests“ am Wasserschloss Vorhalle, um damit eine Buchszene auf ihre Richtigkeit hin zu bestätigen. Auch darüber hat der wochenkurier bereits berichtet.)

In Schottland

Vom 9. bis 16. Juni absolvierten Uwe Schumacher und Verleger Bernd Arnold in Begleitung von Robbie Wiedersprecher (der auch als Romanfigur vorkommt) und dem Geschichtsexperten und 1. Vorsitzenden der Ritterschaft der Wolfskuhle, Artur Pollack Hoffmann, nun eine Recherche-Tour in England und Schottland. Abermals ging es um Details wie Klima, Landschaft und Vegetation – und ganz konkret um die Frage: Stimmen die geschilderten Buchszenen mit den Gegebenheiten vor Ort überein?

„2000 Kilometer in einer Woche, das war nicht gerade ein Erholungsurlaub“, schmunzelt Autor Uwe Schumacher. In Birmingham stieg das Quartett in einen Mietwagen und bretterte in der Nacht zum Lake-District. Erste Station der Recherche-Reise war – wie im Buch – Castle Rigg bei Keswick. „Der Steinkreis dort spielt natürlich auch im neuen Roman eine Rolle“, deutet Verleger Bernd Arnold an. Weiter ging’s nach Carlisle im äußersten Nordosten Englands, 16 Kilometer südlich der schottischen Grenze und mit einem Castle, das annodunnemals als Gefängnis für Maria Stuart diente

"Und willst du des Zaubers sicher sein..." Natürlich wurde auch der malerischen Ruine der Melrose Abbey ein Besuch abgestattet. (Foto: privat)

Die Geschichtsreisenden statteten dem römischen „Hadrian’s Wall“ einen Besuch ab und setzten schließlich in Carter Bar, einem uralten Grenzübergang zwischen England und Schottland, den Fuß auf schottischen Boden.

Malerisch

„Und willst du des Zaubers sicher sein, besuche Melrose bei Mondenschein…“ So weltberühmt wie das Gedicht von Theodor Fontane ist die malerische Ruine von Melrose Abbey, mehrmals zerstört und wieder aufgebaut. Nahebei liegt der Sage nach König Artus begraben.

Nach 1544, als die Abtei durch englische Truppen abermals schwer beschädigt wurde, haben die Schotten sie niemals wieder vollständig restauriert. Natürlich sahen Schumacher, Arnold und Co. auch dort „nach dem Rechten“ und nahmen bei dieser Gelegenheit das nur zwei Kilometer entfernte Abbotsford in Augenschein. Das imposante Anwesen war einst Wohnsitz des schottischen Nationaldichters Sir Walter Scott (1771 bis 1832).

Fortsetzung folgt!