E-Mobilität-Familientag

Aufklärung tut not: Miriam Kleemann-Adolphs und Sohn Mika laden am kommenden Samstag, 25. Juni, zum dritten Hagener Tag der E-Mobilität ein.(Foto: Anja Schade)
Aufklärung tut not: Miriam Kleemann-Adolphs und Sohn Mika laden am kommenden Samstag, 25. Juni, zum dritten Hagener Tag der E-Mobilität ein.(Foto: Anja Schade)

Hagen. (AnS) „Da muss aber noch ordentlich Aufklärungsarbeit geleistet werden“, meint Matthias Adolphs angesichts einer aktuellen Umfrage zum Thema Elektroautos. Nur wenige Bürger sind derzeit der Meinung, dass E-Autos alltagstauglich sind. Ihre Gegenargumente: zu wenig Reichweite, zu langes Laden, zu wenig Ladestationen.
Seine Frau, Miriam Kleeman-Adolphs, muss ihrem Mann zustimmen: „Er hat Recht!“ Wie gut, dass am 25. Juni von 11 bis 17 Uhr der dritte Hagener Tag der E-Mobilität am Haus Busch ansteht, an dem alle interessierten Bürger die Möglichkeit haben, sich zu informieren, auszuprobieren und Erfahrungsberichte zu sammeln.
Erfahrung mit E-Autos – das hat die Familie Adolphs. Erst war es nur ein kleiner Zweisitzer, den Matthias Adolphs als Transportmittel für seine Arbeitsstrecke nutzte und mit dem auch seine Frau gerne durch die City kurvte. Mittlerweile ist zusätzlich ein größeres Auto angeschafft worden, in dem alle Familienmitglieder Platz finden. „Ideal für städtische Einkaufstouren oder Trips in die Nachbarstädte.“
Nur für längere Urlaubsstrecken kommt ein geliehenes Fahrzeug mit Verbrennermotor zum Einsatz. Hier gibt es sogar spezielle Angebote für E-Mobilisten.

Treffen der E-Autos

„78 E-Autos sind zur Zeit in der Volmestadt angemeldet“, weiß Miriam Kleemann-Adolphs und freut sich, die Besitzer kennenzulernen: Denn parallel zur Veranstaltung soll ein E-Treffen am Haus Busch stattfinden. Überhaupt soll es einen Art Familientreffen werden, bei dem sich die Eltern informieren und die Kinder sich bei diversen Spiel- und Bas-
telangeboten wie Solarboote bauen vergnügen können.
„Ein Event im Grünen“, verspricht Adolphs, „denn – wie passend – genau darum geht es.
E-Mobilität ist für alle, gewerblich wie privat, auch familienfreundlich.“ Und deshalb stehen nicht nur Autos im Mittelpunkt, auch Roller und Räder werden vorgestellt sowie die zugehörige Stromversorgung.“ Ein Blick in die Zukunft wird ebenso gewagt: Die FH Südwestfalen stellt in einem Showroom das autonome Fahren vor.

Mehr Umweltbewusstsein

„Die E-Mobilität“, hat die Delsternerin festgestellt, „verändert nachträglich das Umweltbewusstsein der Bürger. Tatsächlich haben sich viele E-Mobilisten mit Ökostrom auseinandergesetzt oder sind gleich mit einer Solaranlage zum Selbstversorger geworden.. Sie kaufen häufiger im Bioladen ein oder haben ihr Konsumverhalten geändert.“
Und sie ist fest davon überzeugt: „Für die Stadt Hagen und die Bürger ergeben sich ebenfalls Vorteile. Es ist davon auszugehen, dass die Abgas- und Feinstaubbelastung sich mit zunehmenden Austausch von Verbrennern durch E-Autos deutlich verbessern wird, die Lärmbelästigung nachlässt.

Förderprogramm

Die Bundesregierung hat jetzt ganz aktuell die Elektromobilität mit einem Förderprogramm angeschoben. Die fünfjährige Befreiung von der Kfz-Steuer ist ein Anreiz, eine Kaufprämie von 4000 Euro – manche Händler geben sogar 5000 Euro dazu – für die untere und mittlere Preisklasse ein anderer. Hybridwagen werden mit 2000 Euro bezuschusst.
Auch der Ausbau der Ladestationen soll mit 300 Millionen Euro gefördert werden. “Das ist in Hagen noch ein ‚Stiefkind‘.“ Sieben Ladestationen gibt es in der Volmestadt: „Leider sind nicht alle immer zugänglich“, bedauert Miriam Adolphs.

Wenig Ladezeit

Die Stromzufuhr dort ist in den meisten Fällen aber noch kos-
tenlos. Um ihr Familienauto vollzutanken, braucht es gerade mal anderthalb Stunden. „Lange Ladezeiten sind also kein Gegenargument“, schmunzelt Adolphs.

Aufklärung tut not

Aufklärung ist wichtig und dazu soll der Tag der E-Mobilität beitragen. „Es ist noch viel zu tun, aber mit dieser Taktik ist auch wirklich eine Lösung in Sicht. Fangen wir an!“