Earth Hour 2015 in Hagen

Hagen. (AnS) In einer Stunde kann viel passieren: Schulkinder lernen in dieser Zeit das Einmaleins, ein leckeres Essen bekommt man auf den Tisch, mit dem Auto kann eine große Strecke zurückgelegt werden. In einer Stunde aber kann man auch Strom sparen, erheblich sogar: In der „Earth Hour“ soll genau das passieren. Möglichst weltweit sollen am Samstag, 28. März, von 20.30 bis 21.30 Uhr die Lichter ausgehen…

Eine einfache Aktion, zu der der WWF bereits vor neun Jahren aufrief, jetzt ist zum ersten Mal auch Hagen dabei. „Mach mit. Sei dabei!“ ruft die Volmestadt gemeinsam mit der „Energiewende Hagen – energieautark 2022“ zum Mitmachen, zum Sparen und Genießen bei Kerzenschein auf.

Die Idee, die dahinter steckt, ist ernst und soll den Klimaschutz ankurbeln: „Die Aktion hat auch symbolischen Charakter“, erklärt Mitinitiatorin Miriam Kleemann-Adolphs, die im privaten Kreis schon daran teilnahm. Es soll nicht nur in dieser Stunde Strom gespart werden, sondern nachhaltig und mit einem tieferen Sinn. „Wie kann ich bewusster mit Energie umgehen, wo verschwende ich? Kann ich nicht öfter das Licht auslassen?“ Ein weiteres Ziel in Hagen soll „I use my power“ sein, die eingesparte Kraft an anderer Stelle einzubringen: „Energie, die ich einspare, kann ich fürs Klima nutzen und das an anderer Stelle vielleicht viel sinnvoller.“ Das kann das konsequente Benutzen eines Stoffbeutels beim Einkaufen sein oder eine Spende an klimageschädigte Regionen. „60 plus viel mehr energieeinsparende Minuten.“

Am Rathaus wird’s dunkel

Viele Städte machen mit, Wahrzeichen wie der Big Ben, die Chinesische Mauer, das Empire State Building oder das Brandenburger Tor werden eins mit der Nacht. In Hagen wird das Licht am Rathausturm ausgeknipst, die Volme- und Rathaus-Galerie werden vorübergehend nicht mehr erstrahlen, und auch das Gebäude der Mark-E steht kurze Zeit im Dunkeln. „Wir hoffen, dass auch viele Bürger ihre Lampen vom Strom nehmen“, würde sich Miriam Kleemann-Adolphs freuen und lädt zu einer gemeinsamen Stunde in die Innenstadt in der Hohenzollernstraße oder am Friedrich-Ebert-Platz – der genaue Standort steht noch nicht fest – ein. „Wer mag, bringt Kerzen und Laternen mit.“ Auf Zetteln kann man dann sein persönliches Ziel notieren, mit nach Hause nehmen und umsetzen.

Unterhaltung gesucht

Für das Rahmenprogramm werden noch Freiwillige gesucht, die Lust haben, diese 60 Minuten ab 20.30 Uhr mitzugestalten, und die Zeichen setzen wollen. „Vielleicht kann jemand eine Fahrradkonstruktion zur Verfügung stellen, die zeigt, wie man mit Muskelkraft Energie erzeugen kann.“ Weitere Ideen sind willkommen. Wer mitmachen möchte, meldet sich per Mail unter energiewende-hagen@freenet.de.